Die unbequeme Kolumne, Quickies

Wenn einem alles stinkt

Man kommt von einer Dienstreise nach Hause, nachts um halb zwölf, schliesst die Tür auf, und freut sich einfach nur daheim zu sein… und man denkt, man fällt gleich um, weil es penetrant stinkt!!

Hat einer der Hunde etwa schon wieder ein Magen-Darm-Problem gehabt – so wie letztes Mal? Hund machte auf den Teppich, der Teppich musste – natürlich – nicht auf direktem Weg aus der Haustür hinaus geschleppt werden, sondern an der engsten Stelle und einer Bodenvase für 70 Euro vorbei. Bumms, Vase kaputt, Teppich lag noch am dritten Tag draussen auf dem Gartentisch zum Trocknen, bis ich ihn wieder reinholte, und trocknete und säuberte.

Es stinkt noch immer widerlich im ganzen Haus. Ein sehr merkwürdiger Geruch. Das Febreze auf der Kommode im Wohnzimmer stinkt ebenfalls und macht es noch schlimmer. Davon bekommt man Kopfschmerzen. Ich suche alles ab, und versuche herauszufinden, woher der Gestank kommt. Er liegt im ganzen Haus.

Auf dem Schneidebrett in der Küche ist ein dicker angebrannter schwarzer Ring von einem zu heissen Topf, der dort abgestellt wurde.

Das sagt schon alles. Aber was ich dann am Morgen erfahre, bringt mich – mal wieder- zur Verzweiflung und macht mich auch unsagbar wütend!

Ich ärgere mich dabei am allermeisten darüber, dass man schon so oft gesagt hat, stelle nicht einen Topf mit Essen auf den Herd, stelle die Platte auf volle Pulle 9, und gehe dann nach oben und lasse das Ganze unbeaufsichtigt.

Wie oft ist die Gemüsesuppe, die es fast täglich gibt, übergekocht, die Suppe läuft in die Ritzen unter den Herd, der ganze Herd steht unter Suppe, und alles brennt an.

Ich habe extra schon einen Slowcooker gekauft, der kocht nicht nur schonend gar, sondern es kocht nicht über! Er wird elektrisch betrieben, und köchelt Gemüse und Suppe 4 Stunden lang langsam und schonend.

Aber was hilft das Alles, wenn man einfach nicht dazu lernen WILL!

Ähnlich ist es mit der Kaffeemaschine. Diese wird abends vorbereitet, und am morgen wird das Wasser eingefüllt. Erst war es immer zu viel. Aber auch hier dauert es unzählige Male, braucht mein wiederholtes Gemecker – weshalb man ja auch unerträglich ist und doof – bis man sich bequemt, eventuell etwas anders zu machen als wieder und wieder das, was zum Überlaufen der Kanne führt, der Kaffee wieder in die darunter liegende Schublade und Schrank durch die Ritzen fliesst. Das wird dann auch nicht gesehen, da wird nur äusserlich abgewischt, wenn überhaupt, den Schrank und so, das mache dann ich. – SO wie heute morgen wieder!

Auch bei der kaputten Vase war ich richtig sauer. Auch wegen der Vase, aber mehr darüber, dass als „Entschuldigung“ gesagt wurde: „Was kann ich dafür, dass ein Idiot dort eine Vase hinstellt?!!!“ Der Idiot bin ich, die Vase steht da bereits seit mehr als einem Jahr… und natürlich andere sind Schuld. Aber das aller Schlimmste ist, dass es nicht nur ungerecht ist, sondern eine Diskussion, die man mit einem 7-Jährigen führt, normalerweise!

Wenn man dann wieder einmal meckert und sich darüber zu Recht beschwert, wie ich finde – ist man gleich dreifach doof! Dass aber immer wieder das Gleiche gemacht wird, was nicht zum Erfolg führt, und ein Unglück auslöst, dass man einfach nicht zuhören und lernen will, dass man UNACHTSAM und IGNORANT ist, wird natürlich vom depressiven Patienten nicht gesehen.

Daher ist die Antwort am heutigen morgen auch wieder so bezeichnend.

Man wollte das Fleisch für die Hunde kochen, Topf auf dem Herd mit Fleisch gestellt, volle Pulle auf 9 gestellt, nach oben gegangen, und alles vergessen – ausser der akribischen Recherche des Coronavirus-Verlaufs, denn die Erkrankungen anderer, die einen bedrohen könnten, und die Beschäftigung mit der äusseren Katastrophe ist wichtiger, als Katastrophen die das zu Hause betreffen! Fleisch brennt an, Topf glüht, Rauchmelder geht an, aber das ist wohl der des Nachbarn, keinesfalls der eigene…. bis dann fast das Haus abbrennt. Der Topf ist hinüber, wie die Vase, das Haus stinkt erbärmlich und es braucht Tage bis das verflogen ist, man kann die Küche komplett abwischen und die Vorhänge waschen, denn überall hängt der Gestank drin!

Ich bin sauer und voller Unverständnis, wie man immer und immer wieder nicht ZUHÖRT, so IGNORANT sein kann, mein Gemecker als HINTERGRUNDRAUSCHEN abtut ….. und sich lieber intensiv mit Politik, anderen Problemen und Katastrophen widmet. Da erreichen mich während meiner Abwesenheit Hiobsbotschaften über die Ausbreitung des Coronaviruses, während sich anscheinend im Haus der Rauch und beinahe das Feuer ausbreitet. Da wird stundenlang über alles Mögliche in der Welt gelesen, debattiert und verteilt, statt einfach das NAHELIEGENDSTE und NÄCHSTE zu bemerken und sich darum zu kümmern!!!

Man kann nicht einfach nach Hause kommen und Harmonie erleben, nach einer Woche Dienstreise!

ACHTSAMKEIT – im Hier und Jetzt – das ist das Zauberwort!

Denn man kann nicht die Welt retten, was man nicht kontrollieren, steuern und bestimmen kann. Veränderung beginnt bei einem Selbst, und durch das eigene Handeln, in dem man achtsam mit sich und seiner nächsten Umgebung umgeht! Und das wirkt auch im weiteren Umkreis !

ACHTSAMKEIT – Hier und Jetzt indem was man gerade tut, nicht in der Vergangenheit, nicht in dem man die Risiken und Bedrohungen der ganzen Welt betrachtet und darüber rum lamentiert! Kein Wunder, wenn man dabei hoffnungslos, deprimiert, und verzagt wird!

Ich jedenfalls stelle mir nun vor, wie die schlechten Gedanken und der Ärger in mir wie Schmetterlinge davon fliegen aus meinem Kopf, aus meinem Bauch, damit ich den heutigen Tag noch geniessen kann und ich später bei den Pferden nicht angespannt ankomme… denn die merken das mit ihren feinen Antennen, und dann ist auch noch dieser schöne Moment versaut! Man muss da ACHTSAM sein und ganz im hier, denn die Pferde leben auch nur im Hier.

Quickies

Wie umweltfreundlich sind Elektroautos?

Aus umweltfreundlichen Gründen werden wir aufgefordert auf unsere Dreckschleudern zu verzichten, ich meine damit unsere Autos, die momentan verteufelt werden.

Erst war es das Dieselfahrzeug des privaten Angestellten, Arbeiters, Hausfrau und Kleinunternehmen, natürlich nicht die Schwertransporter, die Kreuzschiffe und Tanker etc..

Dann aber wurde auch auch das Benzinauto ins Visier genommen.

Was uns aber die Umweltschützer nicht mitteilen ist, wie die Elektroautos und ihr notwendiges Zubehör, der Akku, Umwelt zerstört und zwar unwiderbringlich und wie es den Lebensraum von Menschen in Chile und Afrika zerstört; und wie Unternehmen daran verdienen.

Man höre bitte auf den Unterton als um den Bergbau im Kongo geht. Gerne wird auch so getan als wenn wir Deutschen für den Dreck dort und das Elend dort verantwortlich sind, und dass die Menschen dort in ihrem Müll leben.

Ich möchte hier anmerken, dass die deutschen Autobauer zur Zeit die wenigsten E-Autos produzieren und die Chinesen hier weltführend sind, und ausserdem im Cobalt-Abbau alleinig den Weltmarkt versorgen. Das soll natürlich die Auswirkungen in Chile und Kongo nicht schmälern.

Quickies

Sonntag

Am Sonntagmittag traf ich mich mit meiner lieben Freundin T..

Und bekam ein tolles Geburtstagsgeschenk. Ein Gutschein fürs Vabali. Zeit zum Entspannen 😎.

Danke 🙏🏻

Ein schöner Herbsttag 🍂 wars in leuchtenden Farben!

Und Jetti war dabei. Die Kleinst-Mousey! Ihr geht es nach der OP sehr gut. Jedoch hat sich der Stift, der eingesetzt wurde um den Bruch zu stabilisieren, verschoben und muss in einer Woche gezogen werden. Ist dann aber nur ein kleiner Eingriff.

Am Nachmittag waren wir noch zu Kaffee und Kuchen 🍰 beim Nachbarn eingeladen. Wir haben uns Geschichten erzählt aus der DDR bzw der BRD und aus dem zweiten Weltkrieg. Natürlich habe ich den nicht erlebt. Aber meine Nachbarn.

Ich finde es immer wieder interessant zu hören, wie es früher war und was Menschen so erlebten. Es sind oft lustige Geschichten, auch in schwierigen Zeiten! Und manches wird rückblickend mit Humor erzählt auch wenn es damals beängstigend war. Im Nachhinein geht das 😊.

Es sind oft die kleinen Begebenheiten, die dann bedeutend waren und an die man sich gerne zurück erinnert.

Die Fotos sind von T.. Wie immer ist der Moment schön eingefangen.

Das ist so wie mit den kleinen Begebenheiten. Ein Moment eines ganzen Lebens – viele Momente, die bemerkenswert waren und bleiben.

Danke für die Fotos, auch von unserer Zeit an der Ostsee 😀

Quickies

Sauber!!!

Das finde ich wirklich sauber gemacht!

Noch am Montag war Gleis 3, Berlin Südkreuz im wahrsten Sinne Scheisse, nämlich voll mit Taubenscheisse! Überall schwirrten die 🕊 Tauben rum und kackten munter runter. Manmusstenach oben schauen und zusehen, dass man unter etwas stand, wo sich keine Taube hinsetzen konnte.

Und heute schaut es so aus oberhalb der Gitter

Alles sauber und keine Taube.

Übrigens letztes Mal hatten sich gegenüber am Kurzzeitparkplatz die ganzen Tauben getroffen. Sie saßen dort in Massen auf dem Zaun und am Boden und als sie aufstiegen war es ein ganzer Schwarm. Das hatte mich schon sehr erstaunt 😮.

Jette has also something to say, Quickies

Kleinst-Mausi

mein kleiner Hund hatte am Samstag einen schweren Unfall mit meinem Pferd.

Und es ist meine Schuld, dass sie nun in der Tierklinik ist und operiert werden musste und leiden muss! Warum habe ich nicht besser aufgepasst!

Aber genauso entstehen Unfälle.

Jetti ist bereits über 16 Jahre alt, fast blind ( grauer Star ) und sehr schlecht hörend.

Am Samstag sind wir gemeinsam mit Jetti zum Pferd gefahren. Ich hatte erst Bodenarbeit mit Willi gemacht, bis ich auf die dumme Idee kam, Willi zu longieren.

Jetti lief auf dem Trailplatz umher und war gerade bei meinem Mann.

Mein Pferd war unkonzentriert und wollte nicht angaloppieren und ich dachte wenigstens ein Galoppsprung. Im Augenwinkel sah ich Jetti die sich wieder zurück auf den Weg zu mir machte. Und ich sah auch, dass mein Ehemann nicht mit seiner ganzen Aufmerksamkeit bei ihr war.

Gerade sprang Willi in den Galopp an, als Jetti ihm direkt vor die Hufe lief. Und Willi, der versuchte noch über sie hinweg zukommen, setzte mit seinem Vorderhuf auf, direkt auf ihre Schulter.

Ich sah den Moment im Zeitlupe und möchte jedem Leser ersparen was ich sah.

Am Ende war es jedenfalls so, dass wir Jetti zum Auto trugen mit einem gebrochenen Oberarm und 2 gebrochenen Rippen, ich hatte einen zerbissenen Daumen, weil Jetti diesen als Beissstange benutzt hatte und mein Kettenanhänger war in ihrem Bauch verschwunden, weil sie auch in die Kette gebissen hatte.

Mittlerweile ist Jetti operiert und gut versorgt in der Tierklinik Düppel in Berlin. Gestern Nacht war ein kritischer Moment, denn sie hatte Luft im Bauch. Anscheinend war das Lungengewebe doch leicht verletzt und durch die OP und der Sauerstoffversorgung während der OP ist die Wunde wohl aufgegangen und Luft in ihren Bauchraum entwichen. Sie erhielt einen Schlauch, der die Luft ablässt.

Ich kann sie immer noch nicht nach Hause holen.

Jetti denkt bestimmt, ich hätte sie verlassen… es ist furchtbar!

Man darf sie auch nicht besuchen, das wäre zu viel Aufregung wenn jeder Hundebesitzer dort auf der Station seinen Hund besuchen und wieder verlassen würde!

Es ist trotzdem man weiss, dass es das Beste für seinen Hundeliebling ist die Hölle zu warten!

Nie wieder nehme ich meinen Hund mit zum Pferd. Ich hoffe nur noch, dass sie tapfer bleibt und ich sie vielleicht morgen endlich nach Hause holen kann.

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Jette has also something to say, Quickies

Wenn es kommt, dann kommt es Dicke

Nachdem ich im Krankenhaus auf die letzte Visite gewartet und auch darüber gebloggt hatte, konnte ich dann endlich mit Sack und Pack Richtung nach Hause.

Zu Hause warteten 1 Ehemann, eine Patentochter und 2 Hunde auf mich – dachte ich.

Da es meinem Mann aber seit Dienstag, also seit meinem KH Aufenthalt nicht gut ging und er sich laut dem Arzt in der Ambulanz und der Orthopädin in unserem Nachbarort eine Muskelzerrung in beiden Oberarmen zugezogen hatte, fuhr ich lieber mit dem Taxi nach Hause.

Im Taxi dann klingelte mein Telefon.

Es war der Schatz.

„Ich bin gleich zu Hause, in ca. 10 Minuten“, rief ich freudig in das Telefon.

„Ich bin gerade bei einem Arzt, der hat den Rettungswagen gerufen, Verdacht auf Herzinfarkt.“ – erwiderte mein Mann.

Ich dachte erst er spinnt, aber nein, es war so. Er wurde in ein nahegelegenes KH eingeliefert und beobachtet. Das war am Freitag den 06.04.. Am Samstag besuchte ihn seine Familie, also Eltern, Sohn, Patentochter und ich.

Am Sonntag erhielt ich den Anruf, dass er am Abend, direkt nach unserem Besuch, einen kardiogenen Schock hatte und die Ärzte um sein Leben kämpften und nun am Sonntagmorgen ihn soweit stabilisiert hatten, dass er transportfähig sei und ins Deutsche Herzzentrum gebracht werden konnte.

Dort diskutierten sie über viele Massnahmen. Gottseidank ist mein Ehemann ein Kämpfer, und so blieb ihm eine schwere Operation erspart.

Er verbrachte noch 2 Wochen im KH. Er hat nun 3 Stents und weitere werden gesetzt, in ca. 6 Wochen.

Er wird noch 3 Wochen in einer stationären Reha verbringen.

Und es wird noch Monate dauern bis er wieder ein „normales“ Leben führen kann – normal so wie früher wird es jedoch nie wieder sein.

Die Ursache dafür ist eine sogenannte Fettunverträglichkeit, die vom Vater vererbt wird und die zur Arteriosklerose führt – schleichend.

Hätten wir das vorher gewusst, wir hätten diesen schweren Herzinfarkt vermeiden können – es gibt nämlich Medikamente, die die Verstopfung der Arterien durch Cholesterin und Triglyceride verhindern.

Hätte, hätte – Fahrradkette – nun ist es zu spät.

Dieses Erlebnis, und die Folgen eines kaputten Herzens wird uns nun unser Leben lang begleiten und unser Leben bestimmen.

Aber als wenn das nicht genug ist –

In der Nacht bevor mein Ehemann dann entlassen wurde, musste ich unseren 18 Jahre alten süssen, tapferen Hund Kenni einschläfern lassen. Sein Herz war zu schwach – ich musste ihn schweren Herzens gehen lassen.

Ja das Herz – steht für Leben und Liebe und Kummer und Trauer – und leider auch Tod – es pocht, es ist leicht vor Glück, oder schwer vor Kummer…

Das ist Kenni in Österreich, wo er im Oktober letzen Jahres 2017 noch freudig mit uns in den Wäldern spazieren war und gerne durch die Pfützen dort lief. Auch das Hotelzimmer im Schloss Hluboka hat ihm super gefallen. Er war sehr gerne bei uns und hat über ein Jahr mit uns gelebt und genossen! Kenni war ein aussergewöhnlicher, kluger und charmanter Hund, den ich sehr in mein Herz geschlossen habe und dort bleibt er auch für immer – der kleine Kniffke.

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