Jette has also something to say

Jetti kommt nach Hause

morgen ist es endlich soweit – Jetti kommt wieder nach Hause.

Um 15 Uhr dürfen wir sie abholen.

Heute früh sind wir in die Tierklinik gefahren. Man darf seinen Hund ja nicht besuchen, sagte ich ja schon.

Aber ich dachte, wenn ich ihr mein T-Shirt vorbeibringe, dann hat sie meinen Geruch in der Nase und weiss, dass ich an sie denke, und sie nicht verlassen habe.

Morgen wird sie wieder vor Freude schreien und bellen und wedeln und in mein Gesicht springen wollen.

Das Kinderreisebett ist fertig, extra mit einem Kissen darin, wie sie es liebt. Dort wird sie nun Nachts neben mir schlafen.

Der Chirurg hat mir berichtet, dass Jetti bereits ihr Beinchen wieder benutzt.

Eine Freundin von mir hat mich neulich gefragt, ob es nicht doch besser gewesen sei, sie nicht diesen Leiden auszusetzen und sie nicht besser eingeschläfert zu haben, statt sie zu operieren.

Nein – sie packt das! Und sie wird noch eine Weile bei uns sein und auch Freude haben. Wir wollen Weihnachten wieder nach Sellin in unser Lieblings-Apartmenthotel.

https://haus-arkona.de/

Dort ist es urgemütlich und erholsam.

01_03Quelle: https://haus-arkona.de/appartements/moenchgut/

Und so sieht es bei Nacht in Sellin aus. Das ist die Seebrücke.

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Jette has also something to say, Quickies

Kleinst-Mausi

mein kleiner Hund hatte am Samstag einen schweren Unfall mit meinem Pferd.

Und es ist meine Schuld, dass sie nun in der Tierklinik ist und operiert werden musste und leiden muss! Warum habe ich nicht besser aufgepasst!

Aber genauso entstehen Unfälle.

Jetti ist bereits über 16 Jahre alt, fast blind ( grauer Star ) und sehr schlecht hörend.

Am Samstag sind wir gemeinsam mit Jetti zum Pferd gefahren. Ich hatte erst Bodenarbeit mit Willi gemacht, bis ich auf die dumme Idee kam, Willi zu longieren.

Jetti lief auf dem Trailplatz umher und war gerade bei meinem Mann.

Mein Pferd war unkonzentriert und wollte nicht angaloppieren und ich dachte wenigstens ein Galoppsprung. Im Augenwinkel sah ich Jetti die sich wieder zurück auf den Weg zu mir machte. Und ich sah auch, dass mein Ehemann nicht mit seiner ganzen Aufmerksamkeit bei ihr war.

Gerade sprang Willi in den Galopp an, als Jetti ihm direkt vor die Hufe lief. Und Willi, der versuchte noch über sie hinweg zukommen, setzte mit seinem Vorderhuf auf, direkt auf ihre Schulter.

Ich sah den Moment im Zeitlupe und möchte jedem Leser ersparen was ich sah.

Am Ende war es jedenfalls so, dass wir Jetti zum Auto trugen mit einem gebrochenen Oberarm und 2 gebrochenen Rippen, ich hatte einen zerbissenen Daumen, weil Jetti diesen als Beissstange benutzt hatte und mein Kettenanhänger war in ihrem Bauch verschwunden, weil sie auch in die Kette gebissen hatte.

Mittlerweile ist Jetti operiert und gut versorgt in der Tierklinik Düppel in Berlin. Gestern Nacht war ein kritischer Moment, denn sie hatte Luft im Bauch. Anscheinend war das Lungengewebe doch leicht verletzt und durch die OP und der Sauerstoffversorgung während der OP ist die Wunde wohl aufgegangen und Luft in ihren Bauchraum entwichen. Sie erhielt einen Schlauch, der die Luft ablässt.

Ich kann sie immer noch nicht nach Hause holen.

Jetti denkt bestimmt, ich hätte sie verlassen… es ist furchtbar!

Man darf sie auch nicht besuchen, das wäre zu viel Aufregung wenn jeder Hundebesitzer dort auf der Station seinen Hund besuchen und wieder verlassen würde!

Es ist trotzdem man weiss, dass es das Beste für seinen Hundeliebling ist die Hölle zu warten!

Nie wieder nehme ich meinen Hund mit zum Pferd. Ich hoffe nur noch, dass sie tapfer bleibt und ich sie vielleicht morgen endlich nach Hause holen kann.

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Wenn es kommt, dann kommt es Dicke

Nachdem ich im Krankenhaus auf die letzte Visite gewartet und auch darüber gebloggt hatte, konnte ich dann endlich mit Sack und Pack Richtung nach Hause.

Zu Hause warteten 1 Ehemann, eine Patentochter und 2 Hunde auf mich – dachte ich.

Da es meinem Mann aber seit Dienstag, also seit meinem KH Aufenthalt nicht gut ging und er sich laut dem Arzt in der Ambulanz und der Orthopädin in unserem Nachbarort eine Muskelzerrung in beiden Oberarmen zugezogen hatte, fuhr ich lieber mit dem Taxi nach Hause.

Im Taxi dann klingelte mein Telefon.

Es war der Schatz.

„Ich bin gleich zu Hause, in ca. 10 Minuten“, rief ich freudig in das Telefon.

„Ich bin gerade bei einem Arzt, der hat den Rettungswagen gerufen, Verdacht auf Herzinfarkt.“ – erwiderte mein Mann.

Ich dachte erst er spinnt, aber nein, es war so. Er wurde in ein nahegelegenes KH eingeliefert und beobachtet. Das war am Freitag den 06.04.. Am Samstag besuchte ihn seine Familie, also Eltern, Sohn, Patentochter und ich.

Am Sonntag erhielt ich den Anruf, dass er am Abend, direkt nach unserem Besuch, einen kardiogenen Schock hatte und die Ärzte um sein Leben kämpften und nun am Sonntagmorgen ihn soweit stabilisiert hatten, dass er transportfähig sei und ins Deutsche Herzzentrum gebracht werden konnte.

Dort diskutierten sie über viele Massnahmen. Gottseidank ist mein Ehemann ein Kämpfer, und so blieb ihm eine schwere Operation erspart.

Er verbrachte noch 2 Wochen im KH. Er hat nun 3 Stents und weitere werden gesetzt, in ca. 6 Wochen.

Er wird noch 3 Wochen in einer stationären Reha verbringen.

Und es wird noch Monate dauern bis er wieder ein „normales“ Leben führen kann – normal so wie früher wird es jedoch nie wieder sein.

Die Ursache dafür ist eine sogenannte Fettunverträglichkeit, die vom Vater vererbt wird und die zur Arteriosklerose führt – schleichend.

Hätten wir das vorher gewusst, wir hätten diesen schweren Herzinfarkt vermeiden können – es gibt nämlich Medikamente, die die Verstopfung der Arterien durch Cholesterin und Triglyceride verhindern.

Hätte, hätte – Fahrradkette – nun ist es zu spät.

Dieses Erlebnis, und die Folgen eines kaputten Herzens wird uns nun unser Leben lang begleiten und unser Leben bestimmen.

Aber als wenn das nicht genug ist –

In der Nacht bevor mein Ehemann dann entlassen wurde, musste ich unseren 18 Jahre alten süssen, tapferen Hund Kenni einschläfern lassen. Sein Herz war zu schwach – ich musste ihn schweren Herzens gehen lassen.

Ja das Herz – steht für Leben und Liebe und Kummer und Trauer – und leider auch Tod – es pocht, es ist leicht vor Glück, oder schwer vor Kummer…

Das ist Kenni in Österreich, wo er im Oktober letzen Jahres 2017 noch freudig mit uns in den Wäldern spazieren war und gerne durch die Pfützen dort lief. Auch das Hotelzimmer im Schloss Hluboka hat ihm super gefallen. Er war sehr gerne bei uns und hat über ein Jahr mit uns gelebt und genossen! Kenni war ein aussergewöhnlicher, kluger und charmanter Hund, den ich sehr in mein Herz geschlossen habe und dort bleibt er auch für immer – der kleine Kniffke.

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Es klappt alles nicht mehr so

Mittlerweile bin ich ja ein wenig in die Jahre gekommen.

Ich bin nun 14 1/2 Jahre alt.kopie-von-20150921_153207 Hoschi, mein Bruder, musste uns ja letztes Jahr verlassen – er war sehr krank. Dafür habe ich nun sein Bettchen.

Aber ich bin noch ganz fit. Laufen macht mir noch immer Spass. Dabei bin ich vergangenen Winter von einem Auto überfahren worden. Plötzlich war es da. Ich habe es nicht kommen hören, und auch nicht kommen sehen. Plötzlich war es einfach da, und ich bin unter das Auto gestürzt und dann ist es auch noch über mich hinweg gefahren. Danach hing mein rechtes Hinterbein so komisch herum. Ich hatte fürchterliche Schmerzen und habe ganz laut um Hilfe gerufen. Und dann musste ich operiert werden. Der behandelnde Arzt war einfach großartig. Und deswegen muss ich ihn hier auch mal ausdrücklich erwähnen. Sollte Euch so was mal passieren, dann geht zu Dr. Apelt, in Berlin-Lichtenberg. Er hat mich untersucht. Und weil er dann in den Weihnachtsurlaub ging, hat er mich für die Operation an Dr. Burg in Kleinmachnow überwiesen! Ein beidseitiger Bänderabriss war es. Nur, gottseidank, denn ich lebe und ich habe alles überstanden. Ich kann wieder ganz normal laufen und auch springen. Ich bin absolut topfit!

Komisch ist nur, dass seit einiger Zeit mein Frauchen und Herrchen nicht mehr laut mit mir sprechen. Ich schaue sie an, aber da kommt nichts! Sie stehen vor mir, öffnen ihren Mund – aber ich höre nichts.

Da fällt mir ein…

Kennt ihr die Peanuts? Wenn dort die Lehrer etwas zu den Kindern sagen, dann hört man immer nur: Blooak blooak blooak – und Peppermint Patty schaut unschuldig mit grossen Augen. Sie könne sich auch nicht erklären, wie das Ringbuch auf ihren Kopf kommt, sagt sie. Es hat sich einfach in ihren Haaren verfangen, als ihr Kopf auf das Pult sackte, sie müsse wohl eingeschlafen sein. Bloooaak blooaak blooaak. Tut mir leid Frau Lehrerin, es wird nicht wieder vorkommen.

Die Peanuts sind klasse, die schaue ich gerne. Jedenfalls, was ich sagen wollte ist: so komme ich mir auch vor! Bloooaaak , blooak – so reden die mit mir!

Ich schlafe tief und fest, und plötzlich ist die Mama nicht mehr im Zimmer. Ich schaue rum und sehe und höre sie nicht. Ich schaue ins Nachbarzimmer, nee da ist sie nicht, ich schaue ins Bad, nee da ist sie auch nicht.

Tapp, tapp, tapp, ich gehe die Treppe runter. Blooaaak , iii , blooak iii. Ich verharre, ich lausche. Woher kam es? Bestimmt von unten. Tapp, tapp, tapp. Bloooak iii, blooak ii, hhiiiiiieee!

Ich bin unten angekommen und tappel nun ins Wohnzimmer. Und schaue… nichts!

Bomm , bomm. Schritte hinter mir. Und dann hinter mir, mit der Zahnbürste noch in der Hand, von der die Zahnpasta tropft, steht Mama. Sie öffnet ihren Mund, aber warum nur spricht sie so leise. Red doch mal lauter! Sie geht an mein Ohr. Aber ich bin doch hier, Jettiii. Nun muss ich dich wieder nach oben tragen. Du bist wirklich blind und taub. Hast Du mich denn nicht gesehen? Oder gehört?

Nö! Du hast Dich versteckt. Und überhaupt, warum nuschelst Du in letzter Zeit bloss so? Man redet auch nicht mit Zahnpasta im Mund, wer soll Dich denn da verstehen?!