Hausbau - a diary

Unser Haus ist schon lange fertig

…. nur komme ich nicht mehr zum Schreiben seit der Bau begonnen hat.

Das Hause wurde vor 14 Tagen ( mit einem kleinen Mängelprotokoll ) abgenommen.

Insgesamt lief alles recht reibungslos, das meinte auch unser Baupruefer. Das Haus hat eine super Qualitaet, und der Blower-Door-Test hat sogar mega-tolle Werte erreicht.

Mittlerweile fehlt nur noch die Küche, der Kaminofen liegt in seinen Einzelteilen im Wohnzimmer, und unsere ebenerdige Dusche im Gaeste WC muss wieder aufgerissen werden, weil der Ablauf nicht taugt und das Wasser nach einer halben Minute in den Flur laeuft. Ansonsten ist aber alles sehr ordentlich und schön geworden. Die Bauarbeiter waren eine Wucht, und sehr sehr genau, schnell und ordentlich. Nicht nur war das Haus stets sauber aufgeraeumt und ueber das Wochenende sogar gereinigt hinterlassen, sondern auch das Grundstück wurde aufgeräumt und uns wurden sogar die brennbaren Materialien für den Ofen sauber gestapelt da gelassen. Wir haben uns dafür mit einer Flasche Single-Malt bei den Arbeitern bedankt.

2 Tage nach Baubeginn war das Richtfest – ohne Richtkranz, aber mit leckerem Essen. Zuvor hatte ich noch den vergessenen Ketchup besorgt und dabei prompt mein Portemonee verloren, welches dann doch wieder gefunden wurde und an der Kasse abgegeben wurde. Allerdings hat sich der Finder selbst bedient. Den Ketchup konnte ich wenigstens noch mit dem Kleingeld aus der Jackentasche bezahlen.

Nun ja, Hauptsache der Rest im Portemonee war noch da, denn bereits am folgenden Tag musste ich fuer 2 Wochen auf Dienstreise, 1 Woche Copenhagen, direkt danach 1 Woche San Jose.

Als ich dann wiederkam, war unser Haus schon fast fertig und mein Ehemann ebenso.

Es fehlten nur noch die Türen, das Laminat in einigen Räumen im Obergeschoss und die weisse Farbe an den Wänden sowie die Treppe.

Mittlerweile war unser Hauelektriker jedoch der Meinung, die polnischen Arbeiter hätten einen Anschlag auf ihn verüben wollen, als ein paar angelehnte Rigipsplatten auf ihn und seinem polnischen Kollegen gekippt sind und dabei der Ärmel seiner Jacke einen Riss erlitten hat.

Die von Eon bestellten Elektriker für den Hausanschluss waren nicht davon zu überzeugen, dass es möglicherweise einfacher ist wenn man das Starkstromkabel von oben in das Rohr einführt, anstelle von ausserhalb des Hauses und unten, wo es immer gegen die Kante des Rohres stiess, und wenn man dabei auch mal die Kippe aus dem Mund nehmen würde. So mühten sie sich 2 Stunden, rupften das Rohr auseinander, um mit der dicken Hand reinzulangen, um das Kabel zu greifen und als sie es endlich hatten, zogen sie es einmal durch den Flur nach aussen, wobei sie damit an der Hautuer entlang schleifen wollten, es dann ueber die Schwelle schleifen wollten, woran ich sie hindern konnte. Warum es einmal wieder nach aussen gezogen wurde, habe ich bis heute nicht verstanden.

Die Bodenplattenfirma konnte uns keinen Termin geben, um die Sockeldaemmung abzuschliessen, bis es fast zu spaet war, wegen Frost und sie endlich ein Subunternehmen damit beauftragte, welches innerhalb von drei Tagen damit fertig war. Gut, dass dieser Winter so mild ist!

Das Bauamt in Luckenwalde hat seit 8 Wochen unseren Bauantrg fuer das Gartenhaus ( es muss auch bau-genehmigt werden, weil dort eine Toilette vorgesehen ist ), aber uns wurde nun versichert, dass wir im Januar die Genehmigung per Post erhalten.

Nun wird auch das in 4 Wochen geliefert und aufgestellt.

Man bemerke ausserdem:

Unsere Einbauschränke im Schlafzimmer und Bibliothek/Gästezimmre kommen auch erst im März. Weil man nicht in 4 Wochen die Bretter zurecht sägen kann.

Der Selbstbausatz Kaminofen ist kein Selbstbausatz, ausser wenn man Ofensetzer waere, also muss noch ein Ofensetzer kommen.

Das Gartenhaus wird nicht mit Dacheindeckung geliefert – komisch, ich dachte sowas gehoert zum Haus dazu.

Der Lieferservice sieht heute vor, dass die Ware am Strassenrand ausgeliefert wird, Lieferung ins Haus ist nicht mehr vorgesehen, so war es beim Ofen von einer halbe Tonne -oder so-, bei einem Teppich, den man selbst aus dem LKW herauszerren muss, beim Schornstein, wo der Fahrer alleine war, und wir zu dritt den Schornstein vom LKW luden.

Hausbau - a diary

Ach jaaaaa – alles nicht so einfach

Nachdem wir nun freudig endlich unsere Baugenehmigung in den Haenden hielten, lasen wir uns das Dokument natuerlich durch und da stand es.
Die untere Denkmalschutzbehoerde ( was haben die nur mit den unteren Behoerden – gibt es auch ne obere Denkmalschutzbehoerde?? ) hat festgestellt, dass sich unser Grundstueck in der Naehe eines denkmal-geschuetzten Grabes aus der Bronzezeit befindet mit der Nummmer blahblahblah.

Ja und, was hat das den nun mit uns zu tun???

Und daher sind wir nun aufgefordert zu Beginn der Arbeiten den Kreisarchaelogoen zu unterrichten, dieser kommt dann und wartet darauf, dass vielleicht bei den Erdarbeiten Tonscherben, Gebeine oder antike Schmuckstuecke im brandenburgisch-maerkischen Sand gefunden werden.

Ach, herrjeee.

Wenn das passiert, dann wird der Bau gestoppt, Archaelogen werden auf Knien mit ihren Spaetelchen und Pinseln unser Grundstueck „umgraben“, statt der Absteckung der Bodenplatten, werden Graeber abgesteckt und wir koennten dann Monate, vielleicht 1, vielleicht auch 2 Jahre ausharren, bis der Bau wieder freigegeben wird.

Ich glaube ja nicht wirklich dran, eher findet man versteckte Schaetze von ehemaligen Einwohnern der Gegend, die vor den Russen geflohen sind.

Aber das ist ja noch nicht alles.

Unsere Baufirma wies uns daraufhin, dass nun zur Vervollstaendigung aller Unterlagen noch die Finanzierungbestaetigung fehle.
Wir antworteten, dass wir keine von der Bank haetten, da wir den Bau mit Eigenmitteln finanzieren wuerden.
Dennoch, so lautete die naechste Bitte, sollten wir einen der Vordrucke ausfuellen und unserem Betreuer zu senden.

Unter diesen Vordrucken befinden sich welche, die eine Bankbuergschaft in Betracht ziehen, einen Bankkredit, eine Abtretungserklaerung und eine, die das Wort Eigenmittel in der Ueberschrift fuehrte. Letztere fuellten wir soweit aus, dass wir die geforderten Abschlagszahlungen pro Bauschritt eintrugen, unsere bereits geleistete Anzahlung bezifferten und das Formular dann unterschrieben zuruecksendeten und somit erklaerten, dass wir den Zahlungsverpflichtungen nachhkommen werden. Was hier unausgefuellt blieb, war der etwaige Darlehensbetrag, der aber ja gleich 0 ist.

Und nun kommt es: dieser Schrieb wurde nicht akzeptiert, mit der Begruendung:
„Eine FB, auch bei Vorhandensein von Eigenmitteln, muss immer von einem Kreditinstitut bestätigt werden, dass die vorhandenen Mittel ausschließlich und unwiderruflich an die Baufirma ausgezahlt werden, d.h. wenn Sie noch kein spezielles Konto eingerichtet haben, muss ein so genanntes Baukonto eingerichtet werden, wo Ihre Mittel für den Bau eingezahlt werden müssen.“

Aber das ist noch nicht alles.
Im Vertrag heisst es dann noch, dass die Zinsen, die fuer dieses Konto gewaehrt werden, der Baufirma zu stehen!! Die Kontofuehrung und Bearbeitungsgebuehren aber zahlt natuerlich der Bauherr.

Aber: ein solches Baukonto gibt es ueberhaupt nicht. Keine Bank, bei der wir uns erkundigten, richtet so ein Konto ein, wenn nicht auch eine Baufinanzierung beantragt und von der Bank genehmigt wird. Ein Baukonto ist naemlich nichts anderes als ein Baufinanzierungskredit. Den wollen wir aber nicht, und brauchen ihn -GottseiDank- auch nicht.
Also es gibt kein Bau, noch ein Und-Konto, natuerlich auch kein anderes Konto, zu dem die Baufirma Zugriff auf unser Geld gewaehrt werden wuerde und so weiter. Das waere ja auch noch schoener!

Natuerlich wird auch keine Bank einem Finanzierungsantrag zustimmen, wenn wir diesen sofort wieder ausloesen wollten, schliesslich wollen sie ja Zinsen als Gewinn einnehmen.
Abgesehen davon, dass wir auch nicht bereit sind, einen solchen Antrag zu stellen.
Fazit: es gibt kein Baukonto.

Die Baufirma verlangt also von uns, eine Risikoabsicherung, fuer den Fall, dass wir nicht bezahlen koennen.
Nur welche Sicherheiten erhalten wir denn ??

Nachbarn meiner Eltern hatten das Pech, dass glech ZWEI Baufirmen waehrend des Baus Insolvenz anmeldeten – und das hat ihnen nicht nur einfach nur Aerger und Verzeogerung gebracht, sondern auch zusaetzliche enorme Kosten! Wer hat ihnen Sicherheit geboten?

Die Sicherheit der Baufirma besteht ja genaugenommen darin, dass sie Abschlagszahlungen nach jedem Bauabschnitt verlangen, bevor der Bau weitergeht. Jeder Bauabschnitt wird abgenommen, und bei Abnahme bezahlt, bevor es weitergeht.
Und Firmen tragen dieses Risiko und lassen sich das ja oftmals auch versteckt bezahlen, weil es in ihen Preisen bereits kalkuliert ist.

Also, wenn man demnaechst ein Auto kauft, dann muss man also auch erstmal eine Bankbürgschft mitbringen ??

Wir sind gespannt, wie dei Baufirma den nicht in Prozessen beruecksichtigten Fall von einer Barzahlung loesen wird.

Hausbau - a diary

Trari Trara die Baugenehmigung ist da

Endlich, wir haben die Baugenehmigung.
Diese lag ja bereits seit Anfang Mai beim zustaendigen Bauamt, bzw. der unteren Baubehoerde. Und dort lag sie dann …. .
Nach ein paar Wochen hat uns dann interessiert, wie denn nun der Stand der Dinge ist. Dazu kann man sich auf einer Webseite einloggen und seinen Baugenehmigungsantrag einsehen. Das taten wir und dann stand da, es wuerden noch Dokumente fehlen.
Also griffen wir zum Telefonhoerer und riefen den Sachbearbeiter an, schliesslich rueckt nun die Zeit fuer den anvisierten Bautermin Ende August immer naeher.
Meine Frage an den sachbearbeiter lautete zunaechst mal, ob ihm denn noch Unterlagen fehlern wuerden. Und ersagte , Nein, es ist alles da, er haette nur nicht den Vorgang aktualisiert, so dass auf der webseite noch ein alter Stand angezeigt wird.
Oh, ichwar ganz freudig, dann koennte ja nun unser Baugenehmigung ausgestellt werden.
Ach daaaas daaauuueeert nooch ein wenig – er zog die Worte wirklich etwas lang.
– Aber wieso denn, alle Unterlagen sind da, wo klemmt es denn?
– Ja , nun kommt ja erstmal die Urlaubszeit und naechste woche geht er selbst in den Urlaub, und dann hat er zwar eine Vertretung, aber was soll ersagen, er weiss nicht, ob sie es schafft den Antrag zu bearbeiten und er vor seinem Urlaub wohl auch nicht.

Ich erzaehlte ihm dann davon, dass wir einen Bautermin im August haben, dass die Bodenplatte aber vorher noch 4 Wochen lang trocknen muss, und nun ist doch schon Anfang Juli, und ob er denn nicht den Antrag jetzt genehmigen koenne, schlisslich wuerden wir ungern im Regen udn bei Hebststuermen unser Fertig haus errichten.

Er sog tief die Luft ein, und meinte, er koenne es ja versuchen, aber was soll er sagen, sie haben ja soviel zu tun, und .. naja, was soll ernun mir etwas vor lamentieren.

Ich ueberlegte schon, ob ich ihm ein kleines Taschengeld fuer seinen Urlaub anbieten sollte, als kleine Motivation, liess es dann aber lieber bleiben.

Und so bat ich ihn einfach, mir eine Freude zu machen und noch vor seinem Urlaub die Genehmigung fertigzustellen.
Er verabschiedete sich mit den Worten, er wolle sein bestes tun.

Also entschieden wir uns, am Ende der darauffolgenden Woche einfach mal eine Stunde nach Luckenwalde zu fahren und ihn zu seiner Sprechzeit zu besuchen.

6 Tage spaeter fuhren wir dahin, und befanden uns vor seiner Tür.
Uebrigens das Landkreisamt mit all seinen unteren und oberen Behoerden ist ja ein wunderschöner Bau, mit grossen, freundlichen udn hellen Bueros, grosszuegigen Fluren, einem Park drum herum, direkt an einem kleinen Bach, dem Nuthefliess.

Klopf klopf – ja bitte. Ich steckte den Kopf zur Tür. Hallo mein Name ist Claudia Hildebrandt. Ich bin mit meinem Mann gekommen, um mal einfach persoenlich nachzufragen, was mit unserer baugenehmigung ist und wir haben auch unsere Unterlagen mitgebracht, falls noch was fehlen sollte.
Wir lächelten ganz zuvorkommend.

Das ansonsten etwas ausdruckslose Gesicht, man koennte es gelassen nennen, oder auch gelangweilt – oder einfach sehr ausgeruht, geriet ploetzlich in Bewegung und zeigte Verwunderung und Ueberraschung – fuer einen kurzen Moment. Und dann sah er wieder sehr entspannt und ausgeruht aus.

Er bot uns eine Sitzplatz an und sagte, er haette sich eben unseren Bauantrag vorgenommen, und in einer Stunde waere er im Briefkasten gewesen.
Ja , wunderbar, dann nehmen wir ihn doch gleich mit.
Nee, das geht nicht, man muss erst 690 Euro bezahlen.
Ja kein Problem, wo ist die Kasse.
Nein, das geht nicht. erstens gibt es keien Kasse, und zweitens muss er ja erst noch den Vorgang anlegen.
Ja, wir warten.

Er seufzte. Dann sagte er, er werde versuchen ihn auszudrucken, dann koennten wir die Bezahlung ja noch am selben Tag ausfuehren.
Ja, wunderbar.

Ja, den Tag hat sich der Sachbearbeiter sicherlich ganz anders vorgestellt, denn nun kam Bewegung in ihn. Auf dem Weg zum Drucker, den langen Flur entlang, bemerkte er, dass erschon am Telefon gemerkt haette, dass ich eine sehr resolute Frau se, und deswegen sich auch entschieden hatte, unsere Baugenehmigung noch vor seinem Urlaub fertigzustellen.
Ich bedankte mich bei ihm herzlich – und das meinte ich auch wirklich ernst.

Er musste den Weg zum Drucker und zum Buero dann noch 4x gehen, da es mit dem Ausdruck nicht so recht klapen wollte, und dann ueberschlug er sich in seiner hilfsbereitschaft udn Geschaeftigkeit, weil er uns dann anbot, seine Kollegin damit zu beauftragen, uns die Genehmigung persoenlich auszuhaendigen, wenn wir nach dem Wochenende, den Ueberweisungsbeleg mitbraechten und den Bescheid im Buero abholten.

Tja, die Baugenehmigung haben wir nun – Hurra. Nun kann es endlich losgehen.

Auch der Baumfaeller ueberschlug sich, und faellte die restlichen Baeume innerhalb eines Tages, mit Entwurzelung.

Und wir ueberschlagen uns gerade, alle Termine fuer die nun folgenden Arbeiten zu organisieren.

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Mann so ein Mist aber auch …

Glücklich über den Deal, den ich eben im Küchenstudio herausgeschlagen hatte und froh endlich, nach einem nächtlichen 24×7 Job, der um 2 Uhr morgens begann und bis 5:30 andauerte ( danach lohte es sich auch nicht mehr, wieder ins Bett zu krabbeln ) und einem normalen Arbeitstag, nach Hause zu kommen, sauste ich durch halb Berlin.
Die Hunde begrüssten mich stürmisch und nach ein paar Knuddelattacken plumpste ich aufs Sofa, und checkte meine Emails.
Und da war sie.. unser Berater schrieb:
Leider passt der 300 Litertank fuer das Warmwasser, gespeist von der Solaranlage doch nicht in unseren Hauswirtschaftsraum, da muss sogar der Zähler in den Flur, sagen die Techniker.

Wir hatten dem HWR eine Ecke weggenommen, um eine Dusche in das Gäste WC einzubauen, damit unsere Gäste auch mal in den Genuss von von-der Sonne-erwärmten-Wasser kommen und hatten ihn gleichzeitig ein Stückchen nach rechts vergrössert, was ein wenig die Küche verkleinert hat.
Aber ich koche eh nicht oft, und eine Solaranlage ist schon was Tolles, wenn sie denn auch reinpassen würde!

Dusche für die Gäste oder Solaranlage – das war nun die Frage. Auf was wollen wir verzichten?????

Ja, was nun ??

Votings, bitte. ;o)

Achso, ich wollte noch sagen: die Dusche ist ebenerdig und wir haben sie auch, weil wir dann im Alter nur das EG nutzen koennen und in die Dusche auch krauchen können auf allen Vieren, wer weiss was mal ist.

Danke für die bisherigen Meinungen ! :o))

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Küchenplanung

Heute abend was ich dann im Küchenstudio. Was so eine einfache Küche kosten kann, wenn man nicht einen fertigen Block nimmt, sondern diese in seine Räumlichkeiten einpassen lässt. sind doch auch nur Blöcke ;O)

Der erste Wurf war natürlich mal wieder sehr teuer, man weiss ja nicht was das dann kostet, also äußert man erstmal alle Wünsche. Angefangen von den Geräten bis hin zur Farbe der Arbeitsplatte.
Was wollen Sie denn ausgeben? fragt mich die nette Beraterin.
Och, sag ich, ich dachte so an 2000 Euro.
Sie schaut entgeistert – lässt es sich aber nicht anmerken.
Haut wohl nicht hin, was ? frage ich unschuldig.
Na wir werden sehen, malen Sie erstmal im Programm weiter.

Es gibt ja kaum noch Farben für Küchen. alle möglichen Rottöne, nur das mag ich nicht. Dann eine schöne Pflaume – könnte mir gefallen, alle Beige- und Grautöne und Schwarz ( das will man nicht putzen müssen, habe anderes zu tun ).
Also bleibt irgenwie letzten Endes nur die Wahl zwischen weiss, cremefarben, champagner oder sandfarben. ;o)
Ich nehme die Creme – ist zeitlos denke ich und Farbe kann ich immer noch hinzufügen, egal welche, ist dann ja alles passend. Hab da auch schon meine Ideen.
5500 Euro ist der Preis.
Na soviel sollte es dann auch nicht werden. Ich rufe Frank an, der ist gerade Essen mit seinem Freund. Ich nenn‘ ihn den Preis.
„Kein Geschirrspüler.“ ist sein Kommentar.
Okay, ich also wieder rein in den Laden.
Geschirrspüler kommt weg, sag ich, und wir arrangieren jetzt erstmal ein wenig um. Also, der Kühlschrank mit dem Gefrierfach kommt ganz nach links, den Herd packen wir von der kurzen Seite des ‚L’s in die Mitte der langen Seite an die Stirnwand, mittig, darüber die schöne alufarbene Dunstabzugshaube im modernen Design, links und rechts davon die Hängeschränke mit Milchglastüren und an die kurze Seite dann die Spüle, und darüber bitte keine Hängeschränke, damit sich Frank nicht dauernd den Kopf beim Spülen stösst und dann flucht.
Gespart habe ich auch: 3800 Euro kostet’s.

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Bemusterung

In einem meiner früheren Blogs hatte ich erwähnt, dass wir vor 14 Tagen bei der Bemusterung ware, genauer gesagt am 04. Mai.
Wir hatten uns für den Tag extra Urlaub genommen, denn so eine Bemusterung kann 6 Stunden dauern!! 6 Stunden – wow, dachten wir, was wird denn da alles besprochen ??

Gemeinsam mit unserem Berater des Fertighausunternehmens -der übrigens ganz grosse Klasse ist, sehr nett, geduldig und immer zuvorkommend und beratend- haben wir die Innenausstattung besprochen.
Vorbereitend hatte er uns bestimmte Spezifika, die wir in den vorangegangenen Gesprächen schon mal erwähnt hatten geschickt – damit es schneller geht.

Pünktlich um 14:00 Uhr waren wir da.
Und dann gingen wir Posten für Posten, Seite für Seite durch die Innenausstattung:
– Treppe Holztreppe, Kiefer, geschlossen ( wegen der Hunde )
– Treppenpfosten und -geländer aus den vorgegebenen Materialien aussuchen ( rund oder eckig,gedrechselt oder aus Metall )
– Innentüren, weiss oder holz glatt ( Standard ) oder doch mit Schnörkeln und Verzierungen – ich wollte dann eine weisse Holztür mit Relief Kostenfaktor 161 Euro pro Tür, udn wir haben 6 davon ( ja wir Frauen denken an das Schöne, aber nicht zu sehr, weil es sonst arg teuer werden kann – Schnickschnakc mag mancher Mann denken, aber so sind die Miss’s ) und die pasende Türklinke aussuchen
– Fenster: Farbe, Fensterbrettbeschaffenheit und -farbe,
– und wohin sollen die Fenster aufgehen, links oder rechts und die Jalousien? Bei uns sind die Fenster und Fensterrahmen alle weiss
– weiter geht es dann mit den Fliesen: Farbe, Form und welche Bordüre und muss allles in einer Farbe sein, oder doch lieber 2 Farben??
Bei uns werden es terracotta-farbene Bodenfliesen im gesamten EG ( robust und pflegeleicht, praktisch bei einem Garten und 2 Hunden ),
– ein schönes, warmes honigfarbenes Laminat im OG,
– weisse Wandfliesen im Bad mit roter Bordüre ( ich mag rot ),
– und im Gäste WC, wobei dort die ebenerdige Dusche mit anderen Wand- und Bodebfliesen farblich abgesetzt wird ( sandfarben ).
Alles Standardmateriailien wegen der Kosten, ausser der ebenerdigen Dusche im EG, die ist komplett ein extra für ca. 800 Euro.
Man kann aber auch die Fliesen selber kaufen, dann werden sie vom Kaufpreis des Hauses abgezogen.
– es ging dann weiter mit dem Schornstein und der Farbe des Schornsteins ( bitte auch in anthrazit, wie die Dachzielgel )
– ja, die Dachziegel sind anthrazit und glatt lasiert, wegen unserer Waldlage, sieht man den Dreck von den Bäumen nicht so.
– und dann die Frage, wo soll die Reingungsklappe denn in den Schornstein eingebaut werden und wie und an welcher Seite soll der Kamin eingebaut werden, und wo muss dann das Abzugsrohr hin, auf welche Höhe udn welcher Durchmesser ???
Das waren Fragen, wir hatten uns bis dahin ja noch nicht entschieden, wie wir denn den „Kamin“ haben möchten, ausser dass es kein Kamin werden soll ( kann man nicht dauer beheizen und macht sehr viel Dreck ).
Ein Kaminofen sollte es auch nicht sein.

Wir wollen einen richtigen,Kachelofen!!

Holz hätten ( nun hatten und, wenn es so weiter geht, „hätten gehabt“ ;)) wir genug – aber wie gross der Kachelofen werden soll, und ob eckig, dreieckig, mit oder ohne Bank, ja, keine Ahnung.

Ja, meinte Herr Blanke, unser Berater, das sollten wir aber bald wissen, am Besten gleich in 2 Tagen, da er das für die Beauftragung des Hauses braucht. Ebenso muss auch die Küche schon ausgesucht udn eingemessen werden. Klar, wegen der Wasser- und Stromleitungen.

Nach – HA! – 2,5 Stunden waren wir mit der Bemusterung durch.

Herr Blanke strahlte:“ Das ging ja schneller als gedacht, aber sie sind sich ja auch einig. Ich habe hier auch schon mal mit Ehepaaren 8 Stunden gesessen und Ehestreits schlichten müssen.“

Nicht bei uns.
Frank und ich sind uns da sehr einig, weil wir glücklicherweise die gleichen Vorstellungen haben!

Wir sind dann gleich am folgenden Samstag ganz flissentlich bei „Hark – dem deutschen Kaminbauer “ vorbeigefahren.
Das war nicht weiter schwierig, liegt der doch auf dem Weg zum Grundstück und auch „Gassi gehen im Wald“ – das sparte uns Zeit.

Wir betraten den Laden, der von aussen so aussah als sei er garnicht geöffnet. In dem etwas verlassenen Gelände, kurz vor der ehemaligen berliner Mauer, sieht er eher verlassen aus, eher wie ein Lager.

Und da stand unser Kachelofen, gleich vorne rechts. Frank ging sofort darauf zu, und meinte völlig begeistert:“ Ja, genau, wieso eigentlich nicht. Es muss ja nicht immer eckig sein, es kann auch rund sein. Und dieser gefällt mir richtig gut!“
Ich fragte den Verkäufer, was so ein Teil den koste, während Frank um den Ofen herumging und ih genau in Augenschein nahm.
„Um die 10.000 Euro.“
Frank sah nicht mehr begeistert aus. “ Ja, der Preis war zu erwarten. Also was Kleineres.“
„Ja, aber Sie haben Glück, wir haben gerade die Frühlingswochen.“ trumpfte der Verkäufer auf. Er pausierte. Jaaaaahaaa?!! Reden Sie doch weiter –
„Und Sie bekommen ihn für 6000 Euro, komplett.“

Cool, und schon hellte sich Franks Gesicht weider auf.
Gekauft.
Und nun noch ein Kaminofen für das Blockhaus, und da ja Frühlingswochen sind ( es war der letzte Tag der Frühlingswochen ), gab es den auch ein Drittel günstiger. Und weil wir sofort den Kaufvertrag machten, gab es noch einen extra Rabatt für den Kachelofen und wir bekommen ihn nun für 5600 Euro im Oktober geliefert, wenn Herbstwochen sind ;o).

Man haben wir ein Schwein?!!

Eigentlich waren wir nur da, um ein „Standardmaß“ zu erhalten, und hätten uns dann später einen Ofen von einem Ofenbauer bauen lassen. Aber das hier war viel bequemer und auch kostengünstiger.
Und hier ist das gute Stück ( ohne Platinfarben – wir bauen ja kein Schloss und ich heiß nicht Cinderella )