Die unbequeme Kolumne

Weihnachten naht


Heute lag in meinem Briefkasten ein kleiner Katalog von WoolOvers.de.

Ich blättere gerade darin herum und finde schöne Sachen. So zum Beispiel einen schönen Pulli im „klassischen Jackie O. Stil“ – aus Merinowolle!

Hoppala, da muss ich doch glatt mal nachlesen woher denn die Merinowolle kommt.

Und was muss ich lesen – dort steht in schönen Worten:

100 % Merinowolle

Das australische Merinoschaf ist eigentlich spanischen Ursprungs. Es kam 1797 nach Australien und heute produziert das weiterentwickelte Merinoschaf wunderbar feine, seidige Fasern.

Merinowolle bietet natürliche Elastizität und ist unglaublich dehnbar. Strickmode aus Merinowolle passt sich an die Bewegungen des Tragenden an, weshalb sie sich ganz besonders für den belebten Alltag eignet. Merinowolle ist ein cleveres Garn mit hygroskopischen und atmungsaktiven Eigenschaften, was bedeutet, dass Merinowolle im Sommer ein kühles und im Winter ein warmes Tragegefühl gewährleistet.

Merinowolle ist außerdem besonders pflegeleicht. Sie transportiert Feuchtigkeit vom Körper weg und nimmt Gerüche auf, wodurch Sie sich auch bei hoher Aktivität frisch fühlen werden. Außerdem ist sie mehr oder weniger schmutzabweisend, was sie zu einer großartigen Wahl für unvorsichtige Esser macht!

MMhhh, ich würde gerne einen Pullover und eine Strickjacke kaufen. Sind auch so schöne Farben und ein Hauch von Luxus hat es ja auch.

Aber jetzt frage ich mich, wie bei der Sendung mit der Maus: ist Merinowolle eigentlich tierfreundlich??

Klingt super aber Hände weg davon!!

Denn die Merinoschafe in Australien leiden furchtbar!! Die Methoden mit denen die Schafe beim Scheren gequält werden, sind UNGLAUBLICH!! Auch werde die Tiere aufgrund ihrer besonderen Züchtung vom Menschen, mit vielen Hautfalten, um mehr Wolle zu produzieren, in denen sich Ungeziefer einnistet, was zu schweren und schmerzhaften Entzündungen führt. Daher werden ihnen die Hautfalten ohne Betäubung um den After herum einfach wieder abgeschnitten!! In Australien sind die Methoden extrem grausam und auch der Umgang mit den Schafen. Man bedenke dort werden 4 Millionen – VIER MILLIONEN Schafe geschoren pro Jahr.

Also Fazit: wenn Merinowolle, dann bitte vom Merinolandschaf. Dieses hat keine Hautfalten. Oder man kauft Pullover deren Wolle aus Regionen kommen, in denen die Schafe nicht gequält werden bei der Schur! – denke ich.

Aber derlei Wolle zu finden ist schwierig und wird auch nur in besonderen Läden angeboten.

Unter diesen Umständen kann ich keinen Merinowollpullover noch mit guten Gewissens tragen!

https://www.peta.de/themen/Wolle

Alternativen

Ich habe vor kurzem noch einen Wollpullover ( im Sommer bei 38 Grad von einer Frau, die diese selber strickt auf der Isländer WM ) gekauft. Aus Schurwolle. Aber ich weiss nicht woher die Wolle kommt, und so schön der Pullover auch ist, aber ich habe jetzt doch ein schlechtes Gewissen.

Welche Alternativen gibt es?

BAUMWOLLE, Flanell oder Sojaseide

Es gibt viele exotische Wollarten, die sich auf Textillabels verstecken und hinter denen Tierleid steckt. Dazu gehören Alpakas (höckerlose Kamele), die in Südamerika speziell für Wolle gezüchtet und bei der Schur auf Streckbänke gespannt werden. Vikunjas sind weitere Kleinkamele. Für Mohair werden die Haare der Angoraziege verwendet, die hauptsächlich in Südafrika gezüchtet werden. Kaschmir stammt von den Kaschmirziegen, die in China und der Mongolei gezüchtet werden. Merinos sind eine speziell gezüchtete Schafrasse mit extrem feiner Wolle, die durch das sogenannte „Mulesing“ verstümmelt werden. Angora stammt von häufig lebendig gerupften Angorakaninchen und Quiviut ist die Unterwolle des Moschusochsen. Shahtoosh wird illegal aus dem Fell der Tibetantilope hergestellt, wobei die Tiere getötet werden. Loden und Tweed sind spezielle Textilstoffe, die häufig aus Wolle sind.Was Sie tun können.

Heute bietet der Handel eine Fülle an ausgezeichneten tierleidfreien Alternativen zu Wolle, wie beispielsweise atmungsaktives Tencel, pflegeleichtes Polyestervlies, synthetisches Shearling, Sisal, Bambus, Baumwollflanell, Viskose, Acryl und Sojaseide. Prüfen Sie die Etiketten in Modegeschäften und Strickwarenläden gezielt nach diesen tierfreundlichen Materialien und fragen Sie regelmäßig aktiv bei Herstellern und Händlern konkret nach diesen Produkten.

Quelle: https://www.peta.de/wolle-deutschland

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