Warum gehen Studenten an die Uni


Ich bin gerade über diesen Artikel gestolpert und finde es toll was der Präsident des DHV zu den Vorkommnissen sagt.

https://www.heise.de/tp/features/Deutscher-Hochschulverband-kritisiert-Erosion-der-Debatten-und-Streitkultur-an-Universitaeten-3687599.html

Tugendterror – das trifft es total! Und der macht vor Nichts halt.

Warum gehen Studenten denn überhaupt zur Uni, wenn sie nicht debattieren wollen, sondern lediglich einen Aufstand proben wollen, der doch keiner ist?? Zum Lernen anscheinend nicht.

Nachplappern – und da haben wir wieder den „politischen Konsens“ der so strikt ist, dass es kein Konsens ist, sondern eine rigorose Vorgabe und Meinungszwang!

Da wird nicht argumentiert, nicht debattiert, sondern einfach nur stumpf mit Phrase um sich geschmissen und mal wieder sinnlos diffamiert.

Der Präsident drückt es ja noch beschönigend aus, wenn er von „geistigen oder ideologischen Komfortzonen“ spricht.

„Geistige oder ideologische Komfortzonen, in denen Studierende vor unbequemen Inhalten behütet werden“, kann es Kempen zufolge an Universitäten „nicht geben“, weil „kritisches Denken“, das dort „gelehrt und eingeübt wird, […] die Fähigkeit zur Selbstkritik“ voraussetzt: „Wer eine Universität betritt“, so der DVH-Präsident, „muss bereit sein, mit Vorstellungen konfrontiert zu werden, die dem persönlichen Weltbild zuwiderlaufen, und in der Lage sein, sich mit ihnen sachlich auseinanderzusetzen“.

Komfortzonen – das trifft es nicht wirklich. Es sind keine Komfortzonen, denn dazu müsste man sich auch der Begründung, dass es für einen persönlich tatsächlich eine darstellt, bewußt sein. Aber die Studenten glauben ja, sie begehren auf und täten etwas Gutes, seien kritisch! Dabei scheuen sie sich nicht, „Äußerungen […] aus dem Zusammenhang gerissen und damit sinnentstellend wiedergegeben“, um ihn als „Hetzer“ und „Rassisten“ darzustellen“.

Wie überaus mutig und heroisch!

Es ist doch viel schlimmer: selbst-denken, hinterfragen, faktisch zu argumentieren und sich auseinandersetzen wird schon gar nicht mehr angestrebt.  Wichtig ist doch lediglich, dass man den „politischen Konsens“ stumpf repliziert – damit ist man dann „in“ und auf der Karriereleiter zwei Sprossen auf einmal geklettert.

Denker, Entwickler, Aufbruch, Neugier, ach wohin denn, dazu geht man doch nicht zur Uni. Man geht dorthin, weil man die Karriere schon winken sieht, das dicke Geld, damit man sich abschliessend dann von der Masse zumindest finanziell abheben kann, und damit auch von den Sorgen, Nöten und Belangen der mehrheitlichen Bevölkerung über die man nicht debattieren will, dass hiesse ja sich auseinandersetzen und zu debattieren.

Da ist es einfacher, man diffamiert kritische Denker.

Und noch schlimmer ist, dass diese als Absolventen in die Unternehmen und Betriebe gehen, und dort das gleiche weiterführen, was sie schon an der Universität ausübten. Statt sachlicher Argumentation und Auseinandersetzung werden sie dann auch womöglich in leitenden Positionen den „politischen Konsens“ einfordern und erwarten, dass sich alle diesem unterordnen. Wer nicht gehorcht, wird gemoppt, und fällt hinten runter – und das obwohl er vielleicht gute Ideen hatte und die Produktion begünstigende Leistungen erbringen wollte.

Super!

 

 

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