Der Niedergang wissenschaftlicher Lehre


My Hubby has also something to say

Heute erzählte mir mein Ehemann von einer Begebenheit, die er mit einem jungen Kollegen, anscheinend frisch von der Uni in die Arbeitswelt geworfen, erlebte.

Wie Du weisst, denke ich oft über den Niedergang deutscher
Universitäten nach, doch heute habe ich ein
Beispiel dafür im richtigen Leben erlebt.

Ich habe heute einmal wieder in unserem Büro gearbeitet.
Dort konnte ich ein Gespräch eines, offensichtlich noch
jüngeren, Vertriebsmitarbeiters mit Kollegen hören in welchem es
um den Begriff „Studenten“ und mögliche Alternativen ging, da
doch „Studenten“ männlich sei.

Als dieser dann wieder alleine war, konnte ich es nicht lassen,
ging zu ihm und bemerkte das dies so nicht ganz richtig
wäre und ob er denn noch nie vom generischen Maskulinum
gehört habe und der Fehlannahme, das das grammatikalische
Geschlecht irgendeine Aussage über das biologische Geschlecht
treffen würde.

Daraufhin sagte er mir das er vor kurzem erst auf der Uni gewesen
sei und dies eben alles gar nicht so klar wäre.

Kopfschüttelnd und mit der Bemerkung „Die Grammatik und Sprache ist
da eigentlich sehr klar“ ging ich wieder an meinen Platz.

Nach einer Weile stand der junge Mann dann triumphierend
neben mir und präsentierte mir stolz einen Ausdruck eines Artikels
aus der SZ [1] mit der Bemerkung „Hier, dies ist eben alles nicht so
klar!“.

Der Absatz auf den er sich wohl bezog ist folgender:

„Dabei stellen viele Uni-Gleichstellungsbeauftragte intern Leitfäden
bereit. Da heißt es in einem aus Baden-Württemberg: „Die verbreitete
Angewohnheit, ausschließlich das generische Maskulinum (die Mitarbeiter)
zu verwenden, steht der Forderung entgegen, wonach Frauen ausdrücklich in
Erscheinung treten sollen.“ „

Zu meiner Zeit beinhaltete ja der Besuch einer Universität und
ein abgeschlossenes Studium unter anderem auch die Befähigung zum
wissenschaftlichen Arbeiten.

Und was bekommen wir dafür im Jahre 2016 ?

Den Ausdruck eines Zeitungsartikels mit Behauptungen, gemacht von
„Uni-Gleichstellungsbeauftragten“.

Treppenwitz am Rande, warum steht da eigentlich nicht
„Uni-GleichstellungsbeauftragtInnen“ ?
War das dann doch vielleicht etwas zu sperrig ?

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Das ist die intellektuelle Tiefe auf der wir uns heute argumentativ
bewegen, der Ausdruck eines Zeitungsartikels mit irgendwelchen Behauptungen von
irgendwem.

Tief erschüttert verliess ich das Büro und fuhr nach Hause um dort meine Arbeit fort zu setzen.

[1]
http://www.sueddeutsche.de/bildung/gleichberechtigung-im-studium-studenten-aeh-aeh-studierende-1.2355340

Ich muss sagen, ich verstehe die Strukturen der Universitäten auch nicht mehr. Schaut man sich den Lehrplan der Universitäten an und gibt mal „Gender“ als Suchbegriff ein, dann kommen da so merkwürdige Seminare als Ergebnis, wie:

Internationale Klimapolitik und Gender Gerechtigkeit

Inken Reimer

Inhalt ist nicht, wie man annehmen könnte, die Analyse der Klimapolitik verschiedener Länder, oder politischer Strukturen, nein, Ziel des Seminars ist es „Dieses Proseminar für Studienanfänger*innen wird am Beispiel der internationalen Klimapolitik die Frage nach Gender Gerechtigkeit diskutieren. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der vergleichende Politikfeldanalyse und dem Erarbeiten eines Grundverständnisses von Theorien und Methoden politikwissenschaftlichen Arbeitens. Inhaltliches Ziel des Seminars soll es sein, vor dem Hintergrund gegenwärtiger Diskussionen über die Bedeutung der internationalen Klimapolitik, Kriterien des Vergleichs, Akteure, Instrumente, Strukturen und Prozesse näher zu beleuchten, um somit Gender Gerechtigkeit zu erläutern.“ (…) „Die Studierenden können Fragen nach Gender Gerechtigkeit erarbeiten und auf Fallbeispiele in der internationalen Klimapolitik anwenden. – Die Studierenden sind in der Lage, genderspezifische Bedeutung klimapolitischer Programme und Prozesse kritisch zu beurteilen.“

Die Bedeutung von race, class, gender und Intersektionalität in Konflikten um Bergbau

Melanie Müller

Die Inhaltsbeschreibung fängt gut an: „Der industrielle Bergbau ist seit den 1990er Jahren einer der am stärksten wachsenden Wirtschaftssektoren im „globalen Süden“. Die Ausweitung von Bergbauvorhaben hat massive Folgen für die betroffenen Gemeinden. Immer wieder eskalieren soziale und politische Konflikte, die zwischen nichtstaatlichen Akteuren, Staat und Unternehmen verlaufen (…).“

Nun würde man meinen, man beschäftigt sich tatsächlich mit den wirtschaftlichen, politischen und sozialen Auswirkungen, erkennt Risiken und Chancen und formuliert mögliche Lösungen, aber nein, es endet mit folgendem: „Bei der Ausweitung von Bergbauvorhaben zeigen sich beispielsweise geschlechtsspezifische Auswirkungen auf Frauen, etwa ökologische und damit verbundene gesundheitliche Folgen, sowie steigende Kriminalität, sexualisierte Gewalt und Prostitution in Bergbaustädten, von der Frauen besonders betroffen sind. Ähnliche spezifische Aspekte lassen sich anhand der Kategorien class und race aufarbeiten.“

Das heisst im Klartext, Frauen ( vornehmlich ) arbeiten unter der Überschrift die „sexuelle Ausbeutung“ der Frau durch den Mann auf – dass das durch Gewalt und Prostitution möglich ist, ist klar, welchen wissenschaftlichen Nutzen  diese Aufarbeitung hat, ist mir nicht ganz klar.

Auf diese Weise lässt sich JEDES beliebige Thema Gender-fizieren!

Und das wird auch in der Tat getan – Kriegserinnerung und Gender, Politikwissenschaftliche Geschlechterforschung, Ethnographische Forschung zu Sport, Transkulturalität und Gender usw..

Aber dieses hier ist wirklich der Gipfel und klingt vielmehr nach „Manipulation“ und eindringlichem „Einpeitschen“ als nach wissenschaftlichem Arbeiten.

Gender & Diversity: Zentrale Kategorien

Katrin Dreier

Das Modul besteht aus Seminarterminen (Do, 16-20h) sowie einem 2-tägigen Sensibilisierungstraining am 4./5. November. Räume werden noch mitgeteilt. Ziel des Trainings ist es, mit Hilfe von Inputs, Diskussionen und insbesondere durch gruppenorientierte und interaktive Methoden (z.B. angeleitete Kleingruppenarbeit und Übungen zum Perspektivwechsel) die Teilnehmer_innen für den Umgang mit zugeschriebenen sozialen Differenzen zu sensibilisieren. Die Reflexion eigener Werte, Handlungsmodi und Kommunikationsstile ist Voraussetzung für die Ausbildung von heute verlangten berufsrelevanten Kompetenzen und bildet die Grundlage für Moderations-, Diskussions-, Team- und Führungsfähigkeiten. Die Veranstaltung ist teilnahmebeschränkt. Die Zuteilung der Plätze erfolgt automatisch über Campus Management. Sollten Sie keinen Platz erhalten, so gibt es eine Warteliste – bitte mailen Sie an heike.pantelmann@fu-berlin.de.

„Sensibilisierungstraining“, „Umgang mit zugeschriebenen sozialen Differenzen zu sensibilisieren“.

Heisst im Klartext, die Frauen beschäftigen sich damit, sich den von der Gesellschaft aufgedrückten Rollen zu entledigen, die ihnen soziale Differenzen natürlich zum Nachteil auferlegen.

Aber seien wir mal ehrlich: die herangezogenen Prinzessinnen möchten mit Prinzessinen-Methoden einfach nur ihr Prinzessinnen-Leben und ihre Vorstellungen ungehindert ausleben dürfen, und alle um sie herum sollen bitte schön Rücksicht üben. Falls die Umwelt dies nicht tut, dann fängt man das Kreischen über Ungerechtigkeit, Frauenfeindlichkeit und Ungleichheit an.

Echte Prinzessinnen rücken ihre Krone zurecht und machen weiter

Ich arbeite seit 25 Jahren in einer von Männern beherrschten Branche, und da kann einem schon mal der Zacke aus der Krone brechen, und man erlebt Ungerechtigkeiten, die einem die Tränen vor Wut und Empörung in die Augen treiben. Aber dieses löst man nicht mit Sensibilisierungstraining im Umgang mit zugeschriebenen sozialen Differenzen und deren Ursachenforschung.

Diese Dinge passieren eben – mit oder ohne Sensibilisierugnstraining. Das ist Realität, mit derman sich auseinandersetzen muss und nicht die Realität an weibliche Vorstellungen anpassen!

Sicher die Reflexion eigener Werte und Kommunikationsstile etc. hilft auch bei Konflikten privat als auch im Job, keine Frage, aber dies muss nicht im Rahmen von Gender & Diversity beleuchtet werden, sondern ist schlichtweg Kommunikationstraining und natürliche Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit, welches im übrigen für beide Geschlechter hilfreich ist.

Was hat das Ganze mit Diversity und Gender zutun??

Das ganze Thema ist ein von Frauen inszeniertes Thema, welches eine Gleichmacherei fordert und meines Erachtens die Anerkennung von Leistungen von Frauen einfordert OHNE Leistung!

Die Forderung nach Gleichheit ist einseitig und geht zu Lasten der Männlichkeit, so besonders schon in Schulen und Kindergärten zu beobachten, was dazu führte, dass weibliche Erzieherinnen Jungen ADHS bescheinigten – also ein krankhaftes Verhalten, welches medikamentös unterdrückt werden müsse!!

Diversity und Gender negiert und ignoriert nach Aussen die biologische, soziale Ungleichheit von Frauen und Männern, um dann, wenn es für die Frau von Vorteil ist, sofort darauf zu pochen, dass es diese Unterschiede gibt in sozialem Verhalten, unterschiedlichen Perspektiven.  Die weibliche ist natürlich die pazifistische, weniger aggressive etc. und damit die sozial kompetentere Art, und sind Verhaltensweisen, die in einer Gemeinschaft nicht zu vernachlässigen seien, da sie die Berufswelt mit wichtigen Aspekten bereichern. Das stimmt ja auch – weibliche und männliche Attitüden und Verhaltensweisen können sich bereichern und auch ergänzen. Aber Diversity & Gender geht darüber hinaus, sie wollen die weiblichen Aspekte vorherrschen lassen und die männlichen Aspekte unterdrücken.

So kommt es dann auch zustande, dass plötzlich in der Armee weibliche Sichtweisen eingeführt werden, die völlig hirnrissig sind. So zum Beispiel die Einrichtung von Kindertagesstätten und Babyeinrichtungen auf militärischen Stützpunkten!

Weder Männer noch Frauen können, wenn sie sich für einen bestimmten Weg entscheiden, alles haben. Unabhängig vom Geschlecht sagt einem die Vernunft, dass manche Ziele sich gegenseitig ausschliessen.  Männer verteidigen und kämpfen, Frauen bekommen den Nachwuchs und erhalten die Familie – so ist es biologisch vorgesehen und daher ist die Rollenverteilung klar und biologisch auch nicht anders zu regeln. Punkt. Wenn Frauen ihre Erfüllung darin sehen, dem Land militärisch dienen zu wollen, gerne. Ich fände eine militärischeGrundausbildung für Frauen nicht schlecht – aber Babies haben auf einem Stützpunkt nichts zu suchen.

Gegen diese Vernunft arbeitet Diversity und Genderfizierung gegen an.

Wenn weibliche Sichtweisen im Beruf oder auch in bestimmten Bereichen auf männliche Sichtweisen treffen, dann hilft es nicht unbedingt an die gute Kinderstube des männlichen Gegenüber zu plädieren, da helfen nur Argumente – und diese sind gender-unspezifisch. Hier geht es um Fakten und nicht um die  geschlechterspezifische Befindlichkeiten, insbesondere mancher Frauen, die sich auf ihrer Weiblichkeit ausruhen wollen und Nachsicht einklagen!

Frauen, die im Beruf etwas leisten, werden im Allgemeinen dafür anerkannt, und es gibt nur wenige Ausnahmen, wo Männer sich noch immer nicht daran gewöhnen können, dass Frauen durchaus in der Lage sind logisch zu denken, technisch fähig und auch durchsetzungsfähig sind. Aber diese Männer sind eh nicht zu „bekehren“. Es ist auch nicht männliche Hochnäsigkeit, sie sind eher verunsichert und irritiert mit einer Frau im Beruf konfrontiert zu werden. Damit kommen sie einfach nicht klar – dann ist es besser man setzt als Geschäftspartner lieber einen Mann als Gegenüber hin, wenn man sein Geschäft zum Erfolg führen will. Das trifft aber umgekehrt sicherlich auch oft zu!

 

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