There you have the salad


mag jetzt der Eine oder Andere denken, nachdem nun tatsächlich geschehen ist, was niemand so recht glauben wollte, dass es geschehen würde.

Donald Trump ist der neue Präsident der USA!

Hillary wollte nicht zur Wahlparty erscheinen. Das wundert mich nicht. 2 mal ist sie angetreten, 2 mal hat sie es nicht geschafft, und nun hat sie gegen einen Immobilienmakler verloren, der so unmöglich für diesen Posten scheint.

(Ich stelle mir vor wie Hillary sich schreiend und weinend auf ihr Bett geschmissen hat und vor Wut ins Kissen biß. 😉 ).

Ich kann mir ja Donald Trump als Präsident im internationalen politischen Geschehen auch nicht so Recht vorstellen :).

Aber ist D. Trump wirklich so unmöglich, wie viele denken, im Vergleich zu Clinton? Das bleibt abzuwarten!

Er setzt sich zum Einen dafür ein, dass Unternehmen, die ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlegen Strafen bekommen. Etwas das Hillary auch im Programm hatte. Globalisierung ist nicht seins –

Ich finde das nicht schlecht, dass ein Staatsoberhaupt seine heimische Unternehmen und Industrie an ihre soziale Verpflichtung erinnert, Arbeitsplätze im Inland bereitzustellen, Ausbildungsplätze anzubieten, und darin auch zu investieren. Hier bei uns erhalten Unternehmen von Staat Subventionen dafür, dass sie hier investieren, und Arbeitsplätze bereitstellen. Die Unternehmen werden , ich glaube 2 Jahre, verpflichtet, sich daran zu halten, danach sind sie wieder von diesem Vertrag entbunden. So kommt es, dass Unternehmen sich erst dort ansiedeln, wo sie Subventionen erhalten, damit sie überhaupt kommen und Arbeitsplätze bereitstellen ( Müller, Oracle ). Nach Ablauf desVertrages hat beispielsweise Müller seine Produktionsstätte geschlossen, alle Arbeitnehmer entlassen und ist weitergezogen. Die Subventionen müssen schon enorm sein, dass sich dieser Aufwand für ein Unternehmen trotzdem lohnt.

Zurück zu Trump:

Er möchte Chinas Einfluss auf dieWirtschaft eindämmen. Auch das würde ich gut finden, wenn das hier auch passieren würde.

Seit einigen Jahren reisen chinesische „Käufer“ durch unser Land. Ich hatte darüber schon mal berichtet. Sie suchen nach Unternehmen, die sie aufkaufen können, sie suchen nach Agrarland, dass sie kaufen können. Sie expandieren also nicht nur in andere Märkte, sondern sie kaufen sich in andere Länder ein. Welche Auswirkungen hat das?

Sie gewinnen in unserem Land an wirtschaftliche Macht und können darüber dann auch an politischen Einfluß gewinnen. Angenommen mal, nur so als Gedankenspiel, es käme zu einer kriegerischen Auseinandersetzung mit China, und China besäße bestimmte Anteile von Rohstofffirmen, von Automobilfirmen, von Transport- und Logistikfirmen und Agrarland, woher sollten wir die Mittel erhalten und produzieren, um uns verteidigen zu können?

Gut, Hillary ist nicht Präsidentin geworden, die Wahrscheinlichkeit eines  3. Weltkrieg ist erstmal abgewendet worden.  Ihr Wahlkampf wurde ja auch von Saudi-Arabien und der Rüstungsindustrie finanziert. Also da weiß man dann auch, wem sie verpflichtet gewesen wäre, im Falle ihres Sieges. Putin wird oft als Kriegstreiber bezeichnet. Schaut man sich aber an, wer Kriege in den vergangenen Jahren angezettelt hat, so war das gewiß nicht Russland, sondern doch ehr die USA, die weiterhin ihre Hemisphäre ausdehnen und mit kriegerischen Mitteln ihren Einfluß erweitern wollen.

Trump kann sich selbst finanzieren, er ist unabhängig von Lobbyisten, wenn gleich er sicherlich auch seine Lobbyisten hat, aber er braucht sie nicht. Trump will eine Politik des Isolationismus und Anti-Globalisierung, und nicht des Expansionismus betreiben. Es wird spannend zu sehen, wie ihm das gelingt – oder auch nicht.

Den Mindestlohn, den Hillary als Eingeständnis von Bernie Sanders übernommen hat, den wird Trump bestimmt nicht einführen.

Apropos, Bernie Sanders. Also wenn er Kandidat gewesen wäre, und wenn die „machtgeile“ Hillary sich nicht unbedingt vordrängeln musste, dann hätten gestern die Demokraten gewonnen – das ist mal sicher! Sagt eineFreundin von mir. Ich glaube das auch. Die Demokraten haben sich mit ihr als Kandidatin keinen Gefallen getan. Sie ist nicht nur unbeliebt gewesen, sondern sie ist ja auch mit dem Establishment ganz eng verbandelt. Und man fragt sich, für wenn Entscheidungen getroffen würden, für die Bevölkerung oder für Unternehmen und Lobbyisten. Die US-amerikanische Bevölkerung hat der Politik mit ihrer Wahl eine klare Absage erteilt und damit auch dem Establishment.

Bernie Sanders war der einzig ernstzunehmende Kandidat, wenn man an die Interessen der Bevölkerung denkt. Hillary will nur Macht. Ich bezweifle, dass sie wirklich Interesse daran hatte Politik für das amerikanische Volk zu machen. Nein, sie wollte und will Politik für die Mächtigen machen, und sie hätte Amerika weiterhin Kriege führen lassen. Natürlich weit weg von zu Hause in anderen Ländern. Aber sie hätte Expansionspolitik betrieben.

Donald Trump setzt mit seinen Punkten auf die Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft: Senkung der Steuern um Unternehmen zu entlasten, und um Anreize in Investitionen zu schaffen; Entlastung des Bürgers, damit er konsumieren kann.

Außenpolitisch will Trump sich mit Israel verbünden – das klingt nicht gut.

Er fühlt sich Putin nahe, das finde ich nicht so schlecht, denn eine Eskalation und Verschärfung eines Konfliktes zwischen den USA und Russland können wir hier in Europa überhaupt nicht gebrauchen. Die USA hat hier bei uns ihre Raketen stationiert, nicht auf heimischen Boden. Ein Krieg würde hier in Europa ausgetragen werden, nicht auf amerikanischen Boden! Daher beruhigt es ungemein, dass Trump eine Verschärfung der Streitigkeiten mit Putin nicht möchte. Hillary hingegen wollte eine engere Verbindung zu Europa und der NATO. Warum wohl? Es ist ihre Rückendeckung im Konflikt mit den Russen. Und es bedeutete eigentlich nichts anderes als die Aufforderung an Europa und Deutschland, ja nicht zu vergessen, wozu wir uns mit dem NATO Vertrag verpflichtet haben, und die Erinnerung, ja nicht den Kopf zu weit aus dem Loch herauszuziehen!

Sozialpolitisch ist Donald Trump wahrscheinlich eine Katastrophe. Allein die Abschaffung der gesetzlichen Krankenversicherung wäre ein Unding.

Dass Trump nicht nur Stimmen aus der armen und weißen Bevölkerung gewonnen hat, sondern auch von Minderheiten und farbigen US-Amerikanern auch aus den höheren Schichten, zeigt doch eigentlich wonach ein Großteil der Bevölkerung verlangt. Sie wollen einen autoritär handelnden, durchsetzungs-fähigen Präsidenten, der die Interessen Amerikas vertritt und wirtschaftliche Verbesserungen und mehr Sicherheit im Inland verspricht.  Kriege im Ausland gegen den Terrorismus sind, glaube ich den Amerikanern egal, Hauptsache der drohende Terrorismus im Inland wird gebannt.

Ich glaube auch nicht, dass die Bevölkerung ein Interesse an der mexikanischen Mauer hat, aber sie hat ein Interesse an wirtschaftlicher Stabilität im Inneren.

Diversity und all das interessiert niemanden, und die Wahl war auch keine Absage an eine weibliche Präsidentin, wie gestern in einer Analyse im RBB Info Radio gemutmaßt wurde, sondern der Ausdruck dessen, dass sich die Amerikaner wieder mehr in ihre eigene Politik zurückziehen möchten, und weniger Interesse daran haben, dass die USA eine neue Weltordnung schafft.

Von Außenpolitik haben sie eh noch nie viel verstanden und im Prinzip auch nie wirkliches Interesse an Außenpolitik gehabt, eher an Übernahme wirtschaftlicher Macht in anderen Regionen. Doch die Bevölkerung scheint darin überhaupt kein Interesse zu haben.

 

 

 

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