… und wieder ein Artikel über HARTZ IV


schon wieder sanktioniert das Jobcenter und greift Schonvermögen an.

Ich hatte neulich eine heftige Diskussion darübermit meinem Vater. Er ist über 80 Jahre alt und will oder kann nicht begreifen, dass Eigentum, insbesondere Hauseigentum, eben nicht mehr geschützt ist, wenn man „mittellos“ geworden ist. Er glaubt immer noch, dass Wohneigentum uneingeschränkt geschützt und Schonvermögen ist, wenn man es selber nutzt, natürlich.

Es ist ja nun so: man wird arbeitslos, warum auch immer, und hat das Recht 1 Jahr ALG I zu erhalten. Wenn man innerhalb dieser Zeit keine neue Arbeit gefunden hat, fällt man automatisch in ALG II ( HARTZ IV , oder früher hieß das Sozialhilfe ). Ich war selbst arbeitslos über 1 Jahr, und ich kann Euch sagen, 1 Jahr geht schnell vorüber, wenn man einen Job sucht. Und die Jobs liegen auch in meinem Bereich nicht wie Sand am Meer rum, sondern es gibt haufenweise Mitbewerber, und auch noch ganz andere Widrigkeiten, und damit meine ich nicht das Gehalt.

Ich bin damals mit meinen Gehaltsvorstellungen massiv runtergegangen, aber bei mir spielte auch sicherlich das Alter eine Rolle. Aber was noch viel gravierender war, war die Art und Weise der Vorstellungsgespräche, in denen sich der Interviewer überhaupt gar keine Mühe mehr macht und manches Mal die Vorstellungen der AG. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Die Meldungen, dass Jobcenter eben doch schonungslos ausführen, was gesetzlich auch verankert ist, nämlich auf die maximal zugestandene Größe des Wohnraumes bei HARTZ IV Empfängern zu bestehen, nehmen zu.

Man muss sich das mal vorstellen. Da soll Wohneigentum veräussert werden, um dann in eine kleinere Mietwohnung zu ziehen, die im Unterhalt auf Dauer sicherlich teuerer ist, zumindest in den Ballungszentren.

In diesem Falle geht es um eine Familie, die 4 Kinder hatte, von denen nun 3 Kinder ausgezogen sind. Das Haus ist nun, laut Jobcenter und Gesetz, zu groß für die nun mehr drei-köpfige Familie. Also muss es verkauft werden ( oder geteilt werden, wenn möglich, und/oder ein Teil vermietet oder verkauft werden ).

Sollte die Familie nach 1 – 2 Jahren wieder einen Job haben, dann ist sie trotzdem ihr Haus ein für allemal los!! Der Verkaufspreis ist ja nicht vergleichbar, mit dem was vielleicht an Arbeit, Geld und Mühe dort mal hineingesteckt wurde.

http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/hartz-iv-familie-muss-nach-auszug-der-kinder-haus-aufgeben/ar-AAiRMyk?li=BBqg6Q9&ocid=ACERDHP15

Bis das Haus im Wert von 132.000 Euro verkauft sei, muss die Familie ein Hartz IV-Darlehen aufnehmen!!  So sieht Sozialhilfe also für Deutsche aus, die im Normalfall jahrelang in die Sozialkassen eingezahlt haben!  Oder wer galubt, dass sich jemand ein Haus leisten konnte für seine Familie, wenn er dafür nicht auch arbeiten gegangen ist.

Und wer glaubt, dass beträfe ihn nicht, niemals, naja. Solange einer von Beiden noch Arbeit hat, nicht, aber wehe, es geht nur einer arbeiten und der andere ist zu Hause wegen Kindererziehung, dann kann das ganz schnell gehen.

Besser ist trotzdem, man verzichtet auf HARTZ IV und versucht sich anderweitig über Wasser zu halten, bevor man sein gesamtes Vermögen opfert. Und hofft, man hat spätestens in 2 Jahren wieder einen Job.

 

 

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