Trari Trara die Baugenehmigung ist da


Endlich, wir haben die Baugenehmigung.
Diese lag ja bereits seit Anfang Mai beim zustaendigen Bauamt, bzw. der unteren Baubehoerde. Und dort lag sie dann …. .
Nach ein paar Wochen hat uns dann interessiert, wie denn nun der Stand der Dinge ist. Dazu kann man sich auf einer Webseite einloggen und seinen Baugenehmigungsantrag einsehen. Das taten wir und dann stand da, es wuerden noch Dokumente fehlen.
Also griffen wir zum Telefonhoerer und riefen den Sachbearbeiter an, schliesslich rueckt nun die Zeit fuer den anvisierten Bautermin Ende August immer naeher.
Meine Frage an den sachbearbeiter lautete zunaechst mal, ob ihm denn noch Unterlagen fehlern wuerden. Und ersagte , Nein, es ist alles da, er haette nur nicht den Vorgang aktualisiert, so dass auf der webseite noch ein alter Stand angezeigt wird.
Oh, ichwar ganz freudig, dann koennte ja nun unser Baugenehmigung ausgestellt werden.
Ach daaaas daaauuueeert nooch ein wenig – er zog die Worte wirklich etwas lang.
– Aber wieso denn, alle Unterlagen sind da, wo klemmt es denn?
– Ja , nun kommt ja erstmal die Urlaubszeit und naechste woche geht er selbst in den Urlaub, und dann hat er zwar eine Vertretung, aber was soll ersagen, er weiss nicht, ob sie es schafft den Antrag zu bearbeiten und er vor seinem Urlaub wohl auch nicht.

Ich erzaehlte ihm dann davon, dass wir einen Bautermin im August haben, dass die Bodenplatte aber vorher noch 4 Wochen lang trocknen muss, und nun ist doch schon Anfang Juli, und ob er denn nicht den Antrag jetzt genehmigen koenne, schlisslich wuerden wir ungern im Regen udn bei Hebststuermen unser Fertig haus errichten.

Er sog tief die Luft ein, und meinte, er koenne es ja versuchen, aber was soll er sagen, sie haben ja soviel zu tun, und .. naja, was soll ernun mir etwas vor lamentieren.

Ich ueberlegte schon, ob ich ihm ein kleines Taschengeld fuer seinen Urlaub anbieten sollte, als kleine Motivation, liess es dann aber lieber bleiben.

Und so bat ich ihn einfach, mir eine Freude zu machen und noch vor seinem Urlaub die Genehmigung fertigzustellen.
Er verabschiedete sich mit den Worten, er wolle sein bestes tun.

Also entschieden wir uns, am Ende der darauffolgenden Woche einfach mal eine Stunde nach Luckenwalde zu fahren und ihn zu seiner Sprechzeit zu besuchen.

6 Tage spaeter fuhren wir dahin, und befanden uns vor seiner Tür.
Uebrigens das Landkreisamt mit all seinen unteren und oberen Behoerden ist ja ein wunderschöner Bau, mit grossen, freundlichen udn hellen Bueros, grosszuegigen Fluren, einem Park drum herum, direkt an einem kleinen Bach, dem Nuthefliess.

Klopf klopf – ja bitte. Ich steckte den Kopf zur Tür. Hallo mein Name ist Claudia Hildebrandt. Ich bin mit meinem Mann gekommen, um mal einfach persoenlich nachzufragen, was mit unserer baugenehmigung ist und wir haben auch unsere Unterlagen mitgebracht, falls noch was fehlen sollte.
Wir lächelten ganz zuvorkommend.

Das ansonsten etwas ausdruckslose Gesicht, man koennte es gelassen nennen, oder auch gelangweilt – oder einfach sehr ausgeruht, geriet ploetzlich in Bewegung und zeigte Verwunderung und Ueberraschung – fuer einen kurzen Moment. Und dann sah er wieder sehr entspannt und ausgeruht aus.

Er bot uns eine Sitzplatz an und sagte, er haette sich eben unseren Bauantrag vorgenommen, und in einer Stunde waere er im Briefkasten gewesen.
Ja , wunderbar, dann nehmen wir ihn doch gleich mit.
Nee, das geht nicht, man muss erst 690 Euro bezahlen.
Ja kein Problem, wo ist die Kasse.
Nein, das geht nicht. erstens gibt es keien Kasse, und zweitens muss er ja erst noch den Vorgang anlegen.
Ja, wir warten.

Er seufzte. Dann sagte er, er werde versuchen ihn auszudrucken, dann koennten wir die Bezahlung ja noch am selben Tag ausfuehren.
Ja, wunderbar.

Ja, den Tag hat sich der Sachbearbeiter sicherlich ganz anders vorgestellt, denn nun kam Bewegung in ihn. Auf dem Weg zum Drucker, den langen Flur entlang, bemerkte er, dass erschon am Telefon gemerkt haette, dass ich eine sehr resolute Frau se, und deswegen sich auch entschieden hatte, unsere Baugenehmigung noch vor seinem Urlaub fertigzustellen.
Ich bedankte mich bei ihm herzlich – und das meinte ich auch wirklich ernst.

Er musste den Weg zum Drucker und zum Buero dann noch 4x gehen, da es mit dem Ausdruck nicht so recht klapen wollte, und dann ueberschlug er sich in seiner hilfsbereitschaft udn Geschaeftigkeit, weil er uns dann anbot, seine Kollegin damit zu beauftragen, uns die Genehmigung persoenlich auszuhaendigen, wenn wir nach dem Wochenende, den Ueberweisungsbeleg mitbraechten und den Bescheid im Buero abholten.

Tja, die Baugenehmigung haben wir nun – Hurra. Nun kann es endlich losgehen.

Auch der Baumfaeller ueberschlug sich, und faellte die restlichen Baeume innerhalb eines Tages, mit Entwurzelung.

Und wir ueberschlagen uns gerade, alle Termine fuer die nun folgenden Arbeiten zu organisieren.

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