Ach jaaaaa – alles nicht so einfach


Nachdem wir nun freudig endlich unsere Baugenehmigung in den Haenden hielten, lasen wir uns das Dokument natuerlich durch und da stand es.
Die untere Denkmalschutzbehoerde ( was haben die nur mit den unteren Behoerden – gibt es auch ne obere Denkmalschutzbehoerde?? ) hat festgestellt, dass sich unser Grundstueck in der Naehe eines denkmal-geschuetzten Grabes aus der Bronzezeit befindet mit der Nummmer blahblahblah.

Ja und, was hat das den nun mit uns zu tun???

Und daher sind wir nun aufgefordert zu Beginn der Arbeiten den Kreisarchaelogoen zu unterrichten, dieser kommt dann und wartet darauf, dass vielleicht bei den Erdarbeiten Tonscherben, Gebeine oder antike Schmuckstuecke im brandenburgisch-maerkischen Sand gefunden werden.

Ach, herrjeee.

Wenn das passiert, dann wird der Bau gestoppt, Archaelogen werden auf Knien mit ihren Spaetelchen und Pinseln unser Grundstueck „umgraben“, statt der Absteckung der Bodenplatten, werden Graeber abgesteckt und wir koennten dann Monate, vielleicht 1, vielleicht auch 2 Jahre ausharren, bis der Bau wieder freigegeben wird.

Ich glaube ja nicht wirklich dran, eher findet man versteckte Schaetze von ehemaligen Einwohnern der Gegend, die vor den Russen geflohen sind.

Aber das ist ja noch nicht alles.

Unsere Baufirma wies uns daraufhin, dass nun zur Vervollstaendigung aller Unterlagen noch die Finanzierungbestaetigung fehle.
Wir antworteten, dass wir keine von der Bank haetten, da wir den Bau mit Eigenmitteln finanzieren wuerden.
Dennoch, so lautete die naechste Bitte, sollten wir einen der Vordrucke ausfuellen und unserem Betreuer zu senden.

Unter diesen Vordrucken befinden sich welche, die eine Bankbuergschaft in Betracht ziehen, einen Bankkredit, eine Abtretungserklaerung und eine, die das Wort Eigenmittel in der Ueberschrift fuehrte. Letztere fuellten wir soweit aus, dass wir die geforderten Abschlagszahlungen pro Bauschritt eintrugen, unsere bereits geleistete Anzahlung bezifferten und das Formular dann unterschrieben zuruecksendeten und somit erklaerten, dass wir den Zahlungsverpflichtungen nachhkommen werden. Was hier unausgefuellt blieb, war der etwaige Darlehensbetrag, der aber ja gleich 0 ist.

Und nun kommt es: dieser Schrieb wurde nicht akzeptiert, mit der Begruendung:
„Eine FB, auch bei Vorhandensein von Eigenmitteln, muss immer von einem Kreditinstitut bestätigt werden, dass die vorhandenen Mittel ausschließlich und unwiderruflich an die Baufirma ausgezahlt werden, d.h. wenn Sie noch kein spezielles Konto eingerichtet haben, muss ein so genanntes Baukonto eingerichtet werden, wo Ihre Mittel für den Bau eingezahlt werden müssen.“

Aber das ist noch nicht alles.
Im Vertrag heisst es dann noch, dass die Zinsen, die fuer dieses Konto gewaehrt werden, der Baufirma zu stehen!! Die Kontofuehrung und Bearbeitungsgebuehren aber zahlt natuerlich der Bauherr.

Aber: ein solches Baukonto gibt es ueberhaupt nicht. Keine Bank, bei der wir uns erkundigten, richtet so ein Konto ein, wenn nicht auch eine Baufinanzierung beantragt und von der Bank genehmigt wird. Ein Baukonto ist naemlich nichts anderes als ein Baufinanzierungskredit. Den wollen wir aber nicht, und brauchen ihn -GottseiDank- auch nicht.
Also es gibt kein Bau, noch ein Und-Konto, natuerlich auch kein anderes Konto, zu dem die Baufirma Zugriff auf unser Geld gewaehrt werden wuerde und so weiter. Das waere ja auch noch schoener!

Natuerlich wird auch keine Bank einem Finanzierungsantrag zustimmen, wenn wir diesen sofort wieder ausloesen wollten, schliesslich wollen sie ja Zinsen als Gewinn einnehmen.
Abgesehen davon, dass wir auch nicht bereit sind, einen solchen Antrag zu stellen.
Fazit: es gibt kein Baukonto.

Die Baufirma verlangt also von uns, eine Risikoabsicherung, fuer den Fall, dass wir nicht bezahlen koennen.
Nur welche Sicherheiten erhalten wir denn ??

Nachbarn meiner Eltern hatten das Pech, dass glech ZWEI Baufirmen waehrend des Baus Insolvenz anmeldeten – und das hat ihnen nicht nur einfach nur Aerger und Verzeogerung gebracht, sondern auch zusaetzliche enorme Kosten! Wer hat ihnen Sicherheit geboten?

Die Sicherheit der Baufirma besteht ja genaugenommen darin, dass sie Abschlagszahlungen nach jedem Bauabschnitt verlangen, bevor der Bau weitergeht. Jeder Bauabschnitt wird abgenommen, und bei Abnahme bezahlt, bevor es weitergeht.
Und Firmen tragen dieses Risiko und lassen sich das ja oftmals auch versteckt bezahlen, weil es in ihen Preisen bereits kalkuliert ist.

Also, wenn man demnaechst ein Auto kauft, dann muss man also auch erstmal eine Bankbürgschft mitbringen ??

Wir sind gespannt, wie dei Baufirma den nicht in Prozessen beruecksichtigten Fall von einer Barzahlung loesen wird.

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