Jette has also something to say

Pauli from Hell

Hi, hier spricht Jette!

Seit beinahe drei Wochen haben wir nun Pauli.

Pauli ist ein kleiner Dacke-Mix, ziemlich aufdringlicher Knilch.

Er ist aus dem Tierheim zu uns gekommen und nun nimmt er mir meine Mama weg! Er sollte ja eigentlich der neue Liebling von Frank sein, stattdessen klebt er nun am Rockzipfel meiner Mama und dackelt ständig hinter ihr her – Hahahaa, ein Wortwitz, habt ihr gemerkt?!

Der Einschleimer. Dabei sieht er aus wie Pauli from Hell – nämlich gar nicht so süß! Seine beiden Augen sind ganz weiss, und groß.

Mama sagt, er ist komplett blind.

Papperlapapp, wieso findet er sich dann im Garten allein zu Recht, und wieso ballert er nicht dauernd gegen die Möbel im Haus, wenn er nichts sehen kann??!

Ich habe ihn schon zweimal überrannt, weil der kleine Depp nicht weggegangen ist! Selber Schuld.

Wenn Mama nach Hause kommt, dann freut er sich wie verrückt. Ich will sie auch begrüßen, aber ständig ist der kleine Scheisser im Weg.

Nächsten Freitag wird er operiert, sagt Mama, dann kann er wieder sehen.

Vielleicht spielt er ja dann mit mir, wenn ich ihn dazu auffordere, denn jetzt geht er immer weg, der arrogante Knilch.

Eigentlich ist er ganz nett, aber er soll nicht immer an MEINER Mama kleben!

Ob die OP gekappt hat oder nicht, sagt dem Pauli dann das Licht :D… ich werde berichten!

Die unbequeme Kolumne

Realität oder doch nur ein Film?

Gestern habe ich gerade den Film 96 Hours gesehen, der sich auch jedes Klischees bedient – aber dennoch: das Thema des Films behandelt genau das, was andere eben nicht so wahrhaben wollen: Die Ex-Frau des Protagonisten lebt im Elfenbeinturm und findet ihr Ex-Mann ist ein Paranoiker, der seine Tochter in ihren Freiheiten einengt, weil er sie als 17-jährige nicht unbeaufsichtigt nach Paris reisen lässt. Also so ein typisches amerikanisches Frauchen eines reichen Mannes, mit ihrer Prinzessinin Tochter :D. Jeden Fall im Film gibt es sie haufenweise, im echten Leben wohl eher weniger.

Prompt wird sie, die Tochter, und ihre Barbie-Puppen Freundin ( auch typisch amerikanischer Teenager 😉 ) in Paris von albanischen Mädchenhändlern verschleppt um an arabische Scheichs verkauft zu werden! Mommy ist entsetzt, Daddy massakriert alles auf seiner Suche nach der Tochter, und rettet sie natürlich – und Mommy ist wieder froh!

Alles an den Haaren herbeigezogen – total überzogen, ja. Aber:

Vor ein paar Jahren war ich auf einem schönen Pferdehof im Westen Brandenburgs unterwegs. Der Hof hatte einen neuen Besitzer seit kurzem.

Ich treffe die neue Besitzerin zufällig in dem gemütlichen Cafe des Reiterhofs. Toll, sowas hat der Pferdehof, in dem mein Pferd steht nicht. Ich bezahle aber auch nur die Hälfte.

Ich erfahre erst im Laufe des Gesprächs, wer sie ist, dass sie mit ihrem Mann den Hof gekauft hat, eigentlich für die Töchter die auch reiten, und dass sie erst kürzlich aus Spanien zurückgekommen sind. Dort lebten sie in einer Gated Community, wo sie sich sehr sicher fühlten. Bis die beiden blonden Freundinnen ihrer Töchter spurlos verschwunden sind. Sie sind von einer Party nicht mehr zurückgekehrt. Die Polizei vermutet, dass diese entführt wurden von arabischen – oder wie auch immer – Frauenhändlern und die beiden Mädchen, Alter 15 und 17 – wenn ich mich recht erinnere, nach Marokko verschleppten. Das passiert öfter, denn die reichen Araber oder andere reiche Männer brauchen Mädchen für ihren Harem.

Die beiden Mädchen sind nie gefunden worden, und die Besitzerin des Hofes hatte Angst um ihre Töchter, und das war auch der Grund, warum sie nach Deutschland zurückgekehrt sind..

Insgesamt war der Film nicht so toll, aber er hat mich wieder an diese Geschichte erinnert, die mich damals sehr erschrocken hat, denn ich hätte damals sowas nicht für möglich gehalten, so blauäugig war ich. Gut man hat mal davon gehört, dass es sowas gibt, aber das war weit weg und plötzlich war es real!

Das Video von der Enthauptung der beiden Skandinavierinnen in Marokko wurde als authentisch eingestuft. Grausam muss es sein, der Tod langsam, qualvoll – man erstickt an seinem eigenen Blut, bei Bewusstsein und unter wahnsinnigen Schmerzen, wenn der Kopf abgeschnitten wird, und es dauert – Minuten…

Die unbequeme Kolumne

Hallo? Ist da ein Pferd?!

Ich hatte meinen Pferdeanhänger an meine „Besti“ verliehen. Nun fehlt mir darin ein Sicherheitssplint, der eine der Stangen vor dem Herausrutschen aus der Halterung sichert. Stattdessen habe ich dort einen Schlüsselring eingezogen. Dieser scheint meine Freundin zu stören, denn wann immer sie sich den Anhänger ausleiht, ist dieser aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr da. Ich gestehe, ich verstehe diese Logik nicht.

Heute stehe ich im Pferdehänger und bastel diesen wieder ran. Dabei geht das natürlich nicht geräuschlos zu.

Spaziergänger mit ihren Hunden kommen aus dem Wald und laufen am Hänger vorbei, in dem ich stehe.

„Hallo“, ruft eine Spaziergängerin, die ich nicht sehen kann. Sie mich auch nicht, die Plane ist ja hinten zu. Wer weiß, wen sie meint. Daher antworte ich nicht und mühe mich weiter damit ab, den Schlüsselring in das Loch einzufädeln.

„Hallo?“ Keine Antwort von mir und mache weiter mit meinem Vorhaben.

„Hallo, ist da jemand drin?“ Sie meint mich, scheint’s. Was will sie denn?

„Jaaa?“ antworte ich gedehnt. Ich drehe noch ein wenig den Schlüsselring herum und fertig ist es. Der Schlüsselring ist wieder an seinem Platz.

„Ist da ein Pferd drin?“ fragt die Stimme von aussen. Ist die dümmlich, oder was?!

„Nee“, sag ich, „Warum sollte hier ein Pferd drin stehen??“ Ich stosse die Seitentür auf und schaue hinaus. Ich muss mir doch mal die Frau anschauen, die da so dumm fragt. Ich meine, wer sollte denn ein Pferd in einem Hänger stehen lassen? Und erwartet sie ernsthaft eine Antwort auf ihre Frage, vielleicht vom Pferd?

„Hallo?“ – „Yep, Hi, I am Mr. Ed, how are you.“ 😀

Ah eine Grüne… genauso habe ich es erwartet. Ihre Begleitung, ein Pärchen, sehen auch aus wie Grüne, und grinsen. Ah sie haben den Witz auch verstanden.

Sie jedoch, die Hallo-Ruferin, dreht sich um und schaut mich empört an. Sie fühlt sich von mir ungerecht und unerfreulich behandelt – hat sie doch gerade ganz nett versucht die Welt zu retten, bzw. ein armes eingesperrtes Pferdchen!

Grüne eben – sie sind die Retter und Missionare der Nation und auch anderer Nationen! Aber das ist ein anderes Thema, welches ich eigentlich müde bin zu thematisieren.

Willi Nelson & his fellows

Kleiner Weihnachtsritt

mit Willi und Antje und ihrem King Tom.

Wir sind über Stock und Stein durch den Schöneicher Wald geritten.

Es war ein toller Ausritt mit viel Abwechslung. Hat richtig viel Spass gemacht.

Und was macht der Willi da? Er bettelt nach Leckerlis, und wollte seinen Kopf nicht hochnehmen.

So sieht er aus. Mit toller Trense, wie ich finde aus Biothane. ISt doch schick, oder?

Der Reisebär

Nochmal Sellin

Bevor wir hier nach Sellin gefahren sind, traf ich noch kurz meinen Nachbarn. Dietbert und seine Frau Gisela sind Ende Siebzig und wohnen hinter uns.

Ab und zu treffen wir uns zum Abendessen oder im Sommer auch zum Grillen.

Wir hören dann ihren Geschichten zu aus der alten DDR, aus ihrem Leben, und lauschen dem neuesten Dorfklatsch.

Nun standen wir am Gartenzaun und berichteten uns gegenseitig, dass wir über Weihnachten verreist sind. Normalerweise haben wir nämlich gegenseitig ein Auge auf das Haus des Anderen.

Dietbert sagt, sie fahren nach Thüringen in ein Hotel. Ich erzähle, dass wir nach Sellin fahren.

„Ach“, sagt er, „Sellin kenne ich. Ich war da zur Kinderlandverschickung. Das Haus steht weit oben an der Wilhelmstrasse.“

„Dann habe ich es bestimmt schon gesehen“, sage ich, „da wir nämlich immer ein Apartment im Haus Arkona an der Wilhelmstrasse mieten.“

„Es ist ein Haus mit einem auffälligen Balkon aus Holz.“

„Das haben ja viele Häuser dort“, sage ich lachend.

Am folgenden Tag habe ich dennoch danach gesucht, denn ich erinnerte mich auf einem der Hinweisschilder gelesen zu haben, dass jenes Haus mal Kinder der Kinderlandverschickung beherbergte. Ich schickte Dietbert die Fotos, und tatsächlich, das ist das Haus, indem er als Kind lebte.

Die unbequeme Kolumne

Lustiges in der Bäckerei

Auf dem Weg nach Sellin haben wir kurz in unserer Bäckerei in Dahlewitz angehalten.

2 Eier-Baguette, eins mit Tomate& Mozarella, eines mit Chicken-Nuggets, und 2 belegte Brötchen sollten ausreichen, um Abends satt zu werden.

„19,97“, sagt die Verkäuferin und fängt herzhaft an zu lachen. Sie entblösst ihre grossen weissen Zähne und ihre Lippe schiebt sich nach oben, so dass sogar das Zahnfleisch zu sehen ist. „Das war auch ein tolles Jahr.“ sagt sie und lacht ihre Kollegin an. Dann wiederholt sie nochmal:“ Das war auch ein tolles Jahr!“ und nickt nun auffordernd ihrer Kollegin zu, die immer noch etwas verloren schaut, da sie nicht mitlachen kann.

„1997 – war ein tolles Jahr! Ist doch ein toller Witz.“ freut sich die erste Verkäuferin weiter und strahlt noch immer, begeistert über ihre spontane Idee, über das ganze Gesicht. Jetzt hat es auch ihre Kollegin begriffen umd lacht.

Ich stehe da, bezahle und muss auch wie ein Honigkuchenpferd grinsen.

Und grinse noch weiter als ich wieder zurück zu Frank ins Auto steige. Mehr über die Verkäuferin und ihr ansteckendes Lachen als über ihren Witz. Fängt gut an, unser Kurzurlaub!

Der Reisebär

Entspannung pur in Sellin

Frank und ich sind in Sellin auf Rügen.

Mit unserem Familien-Neuzuwachs namens Pauli. Der Reisebär ist natürlich auch dabei und findet den Pauli auch ganz cool. Aber erstmal muss er sich von den Strapazen des vergangenen Jahres erholen!

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Pauli ist ein Dackel-Mix und 14 Jahre alt und komplett blind. Aber das wird sich bald ändern, denn am 7. Januar wird Pauli von Frau Dr. Allgoewer in Berlin, einer Tierärztin ausschliesslich spezialisiert auf Augen, operiert. Der graue Star kommt weg, dafür wird, wenn möglich eine Kunstlinse eingesetzt und dann wird Pauli wieder sehen können.

Pauli ein sehr netter kleiner Hund, der sich nach beinahe 2 Wochen sehr gut eingelebt hat.

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