Reitunterricht III

Heute ist wieder Reitunterricht mit A.. Und weil es mir soviel Spaß macht, fahre ich direkt von einer Dienstreise kommend in den Stall.

A. hat sich durch den Feierabend gequält und hat nun ein schlechtes Gewissen, weil ich ausnahmsweise mal vor ihr da bin. Sie wirkt etwas abgehetzt – kein Wunder, denn sie kommt auch direkt von Arbeit – aber ist wie stets gut gelaunt. Ihr macht es auch Spaß.

Heute wollen wir das erste Mal so richtig mit Sattel reiten. A. stapft los in die Sattelkammer und kommt schnaufend mit dem schweren Sattel, dem Sattelgurt und der Trense über dem Arm zum Putzplatz.

Ah, pustet sie. Das Ding muss man dann auch bei 30 Grad erstmal her schleppen?! Ein kleines Fragezeichen schwingt in ihrer Stimme mit.

Jo, sage ich.

MMppf, sagt sie. Gut, dass es heute nicht so warm ist, fügt sie an.

Es gibt ja auch Sattel-Caddys, so’n Wägelchen ist das, sage ich. Da kannst Du den Sattel dann rauflegen und her rollen.

So ein Ding brauche ich unbedingt, sagt sie.

Ja, unbedingt, sage ich.

Sie putzt Pferdchen und schnappt sich die Trense.

Halt, sage ich, erst müssen wir sie satteln.

Wie geht das denn? Zeig mal, sagt sie.

Ich nehme den Sattel, wuchte ihn aufs Pferd und erkläre ihr alles. Zwischendurch keimt bei mir der Gedanke auf, dass sie das geschickt eingefädelt hat: sie musste das Ding nicht auf Pferdchen wuchten.

Ich bin ganz froh, dass Du Pferdchen sattelst, sagt sie.

Dann kommt die Trense. Ungeordnet hängt das Teil nun vor Pfedchens Gesicht. A. versucht das Nasenstück über die Ohren zu drapieren, das Genickstück bammelt vor den Nüstern, und dazwischen irgendwo ist das Gebissstück.

Warte, rufe ich. Wir müssen das erstmal ordnen.

Ist nicht richtig? fragt A. Kam mir auch komisch vor.

Nee, nicht so ganz. Ich nehme die Trense, drehe sie richtig herum und erkläre ihr die Einzelteile und wo sie am Pferd hingehören.

Dann haben wir es geschafft und ab geht es ins Roundpen.

A. sitzt im Sattel und was für ein toller Anblick. Sie sitzt im Sattel, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

Letzte Woche noch hatten wir Sitzübungen ohne Sattel gemacht, an der Longe und A. ist sogar getrabt. Sie fühlte sich komplett durchgerüttelt.

I-i-i-ist es s-o-o-o r-i-i-i-icht-i-i-ig?

Ja, sieht gut aus, munterte ich sie auf.

K-o-o-ommt m-i-i-ir g-a-a-arni-i-i-icht s-o-o-o v-o-o-or. Brr-rrr-brr. Die Worte im Takt holpernd. Pferdchen steht.

Puuh, sagt A. Es ist schrecklich, ich kann mich nur auf meine Möpse konzentrieren, ich brauch ’nen anderen BH, stösst sie aus.

Herrlich! Ich lach mich weg!

Im Sattel ist das nun anders, oder hat sie sich einen anderen BH angezogen? Konzentriert und sattelfest trabt sie nun Runde um Runde.

Wir probieren es mit Leicht-traben, auf und nieder, auf und nieder. Anfangs ist es noch ein wenig schwierig, aber A. wird besser und am Ende klappt es richtig gut!

Prima, lobe ich sie. Das hat ja viel besser geklappt als ich dachte. Und für’s erste Mal war das ja mal grossartig.

A strahlt. Ach du, sagt sie, du bist ein Motivations-Talent!

Nee, sage ich, ganz und gar nicht. Das war richtig gut!

Und das war es auch. Ich bin mir ganz sicher, aus A. wird eine ganz fabelhafte Reiterin – mit ganz viel Gefühl und Verstand!

Es klappt alles nicht mehr so

Mittlerweile bin ich ja ein wenig in die Jahre gekommen.

Ich bin nun 14 1/2 Jahre alt.kopie-von-20150921_153207 Hoschi, mein Bruder, musste uns ja letztes Jahr verlassen – er war sehr krank. Dafür habe ich nun sein Bettchen.

Aber ich bin noch ganz fit. Laufen macht mir noch immer Spass. Dabei bin ich vergangenen Winter von einem Auto überfahren worden. Plötzlich war es da. Ich habe es nicht kommen hören, und auch nicht kommen sehen. Plötzlich war es einfach da, und ich bin unter das Auto gestürzt und dann ist es auch noch über mich hinweg gefahren. Danach hing mein rechtes Hinterbein so komisch herum. Ich hatte fürchterliche Schmerzen und habe ganz laut um Hilfe gerufen. Und dann musste ich operiert werden. Der behandelnde Arzt war einfach großartig. Und deswegen muss ich ihn hier auch mal ausdrücklich erwähnen. Sollte Euch so was mal passieren, dann geht zu Dr. Apelt, in Berlin-Lichtenberg. Er hat mich untersucht. Und weil er dann in den Weihnachtsurlaub ging, hat er mich für die Operation an Dr. Burg in Kleinmachnow überwiesen! Ein beidseitiger Bänderabriss war es. Nur, gottseidank, denn ich lebe und ich habe alles überstanden. Ich kann wieder ganz normal laufen und auch springen. Ich bin absolut topfit!

Komisch ist nur, dass seit einiger Zeit mein Frauchen und Herrchen nicht mehr laut mit mir sprechen. Ich schaue sie an, aber da kommt nichts! Sie stehen vor mir, öffnen ihren Mund – aber ich höre nichts.

Da fällt mir ein…

Kennt ihr die Peanuts? Wenn dort die Lehrer etwas zu den Kindern sagen, dann hört man immer nur: Blooak blooak blooak – und Peppermint Patty schaut unschuldig mit grossen Augen. Sie könne sich auch nicht erklären, wie das Ringbuch auf ihren Kopf kommt, sagt sie. Es hat sich einfach in ihren Haaren verfangen, als ihr Kopf auf das Pult sackte, sie müsse wohl eingeschlafen sein. Bloooaak blooaak blooaak. Tut mir leid Frau Lehrerin, es wird nicht wieder vorkommen.

Die Peanuts sind klasse, die schaue ich gerne. Jedenfalls, was ich sagen wollte ist: so komme ich mir auch vor! Bloooaaak , blooak – so reden die mit mir!

Ich schlafe tief und fest, und plötzlich ist die Mama nicht mehr im Zimmer. Ich schaue rum und sehe und höre sie nicht. Ich schaue ins Nachbarzimmer, nee da ist sie nicht, ich schaue ins Bad, nee da ist sie auch nicht.

Tapp, tapp, tapp, ich gehe die Treppe runter. Blooaaak , iii , blooak iii. Ich verharre, ich lausche. Woher kam es? Bestimmt von unten. Tapp, tapp, tapp. Bloooak iii, blooak ii, hhiiiiiieee!

Ich bin unten angekommen und tappel nun ins Wohnzimmer. Und schaue… nichts!

Bomm , bomm. Schritte hinter mir. Und dann hinter mir, mit der Zahnbürste noch in der Hand, von der die Zahnpasta tropft, steht Mama. Sie öffnet ihren Mund, aber warum nur spricht sie so leise. Red doch mal lauter! Sie geht an mein Ohr. Aber ich bin doch hier, Jettiii. Nun muss ich dich wieder nach oben tragen. Du bist wirklich blind und taub. Hast Du mich denn nicht gesehen? Oder gehört?

Nö! Du hast Dich versteckt. Und überhaupt, warum nuschelst Du in letzter Zeit bloss so? Man redet auch nicht mit Zahnpasta im Mund, wer soll Dich denn da verstehen?!

Reitunterricht II

Es scheint als mache der Sommer gerade Pause. Es ist kühl. Der Himmel ist grau und mit dunklen Wolken verhangen. Es soll noch regnen. Nach den vergangenen heissen und trockenen Tagen würde Regen eine Wohltat für die Natur sein. Nicht aber für meine Reitschülerin. Ich hätte ja gedacht, endlich, da die Hitze vorbei sei, würde sie sich über die Kühle freuen. Das tat sie auch. Aber dass es nun gleich regnen könne, besorgte sie doch sehr.

– Es regnet doch noch nicht, sage ich.

– Aber gleich, sagt sie.

– Bis es soweit ist, gehen wir auf den Reitplatz, schlage ich vor.

– Ach könnten wir nicht in die Halle gehen. Sie beäugt skeptisch den Reitplatz.

– Die Halle ist gerade sehr voll und wir haben dort dann keine Ruhe. All die ganzen Pferde dort, das macht dann dein Pferdchen ganz wuschig, womöglich.

Sie denkt kurz nach.

– Ja, dann ist es wohl besser hier auf dem Reitplatz. Sie nickt bekräftigend mit dem Kopf.

Wir gehen auf den Reitplatz.

– Huch ist der groß! ruft A. Hier soll ich über dem gaaanzen Platz reiten.

– Lass uns hier vorne bleiben und ein kleines Viereck reiten, schlage ich vor.

– Aber die Kette am Ausgang, die muss zugemacht werden, fordert A.

A. sitzt auf dem Pferd und reitet mehr oder weniger im kleinen Viereck. Das Viereck wird immer grösser und grösser. Sie vergisst abzubiegen, weil sie sich darauf konzentriert gerade zu sitzen, mit den Beinen zu treiben und ihr Becken im Takt der Bewegung zu schwingen.

– Wo bist Du denn? Du bist ja soweit weg. Komm ein wenig näher, ich habe sonst Angst, ruft A vom hinteren Drittel des Reitplatzes.

Soweit klappt alles ganz gut, bis…

Ich gebe ihr die Anweisung einen großen Kreis zu reiten, einen sogenannten Zirkel, im vorderen Drittel des Reitplatzes. Pferdchen hat mittlerweile ein wenig die Lust verloren und schielt zum Ausgang.

– Sie geht nicht rum. A müht sich das Pferd in die andere Richtung zu reiten.

Ich gebe ihr Anweisungen, wie A. das Pferd doch rum kriegt. Ein wenig das Gewicht nach innen verlagern, das äussere Beine rannehmen, damit das Pferd nicht ausweichen kann, dann wieder das innere Bein…

– Pferdchen schielt zum Ausgang, sagt A. Die Kette ist doch zu, oder???!

– Ja, die Kette ist zu.

– Ich habe Angst, dass Pferdchen mit mir einfach zum Ausgang stürmt und durch die Kette geht oder drüber springt, stöhnt A. und schaut ängstlich über ihre Schulter zum Ausgang. Dabei verlagert sie ihr Gewicht nach aussen und versucht weiterhin den Zirkel zu vollenden. Pferdchen läuft 1A im Schulterherein den Zirkel, stelle ich fest und denke bei mir, ich würde so gerne sehen, wie Pferdchen, ein Schweizer Kaltblut, behende über die Kette hinwegsetzt oder in vollem Galopp durch die Kette einfach hindurch stürmt.

Vorstellen könnte ich mir Pferdchen, wie es einen Planer hinter sich herzieht und den Reitplatzboden ebnet oder den Acker hinter dem Reitplatz pflügt.

Nach ein paar weiteren Versuchen und der Erklärungen, wieso Pferdchen nach aussen ausweicht, und der Reiter sein Gewicht nach aussen setzt, wenn er das innere Beine hochzieht zum vermehrten Treiben, statt es lang zu lassen, -blablabla blubb,  klappt dann auch wieder der Zirkel und A. und ich sind eigentlich ganz zufrieden.

Gerade fordere ich A. auf aus dem Zirkel zu wechseln und eine 8 zu reiten, damit das Pferd keinen Drehwurm bekommt, da fallen die ersten Regentropfen.

 

Abgas-Skandal

Ich fahre ja recht viel Auto und ich fahre gerne Auto. Aber was zunehmend nervt sind 2 Dinge:

LKWs und rücksichts-lose Fahrer.

Erstere belegen mittlerweile 2 Spuren. Die ganze rechte Spur ist ständig fregmentiert mit LKWs, einer nach dem anderen. Die mittlere Spur, falls es diese gibt, ist sehr oft mit LKWs befahren, die andere LKWs, die Tempo 80 fahren mit Tempo 85 überholen. Das dauert.

Gibt es nur 2 Spuren, dann sind beide Spuren mit LKWs befahren, gibt es einen Rückstau und Stop and Go, dann sind auf jedenfall 2 Spuren mit LKWs voll.

Da regt sich die Allgemeinheit über den Abgas-Skandal von VW auf. Wie UNVERANTWORTLICH, dass die Dieselautos nun etwas mehr Rauchschwaden mit umweltfreundlichem Gift ausstossen!!! Aber niemand regt sich wirklich darüber auf, dass nun immer mehr LKWs auf unseren Autobahnen von Ost nach West von Nord nach Süd die Länder durchqueren!

Bringt die LKWs endlich auf die Schiene! Ach geht ja auch nicht, da es nicht genügend Schienen wohl geben soll. Und ausserdem wären dann die Liefernden nicht flexibel genug, für jene, die die Waren haben möchten.

Dass nun Mautgebühren eingeführt wurden, hat für die Umwelt keine Verbesserung gebracht, und ausserdem wurden diese auch noch auf die Warenpreise umgelegt. Daher zahlt der Steuerzahler und Verbraucher die Ausbesserung der Straßen, die durch die schweren Transporte und die vielen LKWs geschädigt werden, zahlt die Maut und die Ware.

Die rücksichts-losen Fahrer, also jene die keine RÜCKSICH üben, und nur starr nach vorne schauen, nerven auch. Sie ziehen einfach raus auf die Überholspur und tuckern dann gemütlich vor einem weiter, um den LKW zu überholen, der ja urplötzlich vor ihnen aufgetaucht ist – quasi aus dem Nichts.

So ist mir das neulich auf dem Weg nach Dresden passiert. Ich fahre auf der Überholspur mit dem Amarok, der ja auch nicht so einfach zu übersehen ist, mit Tempo 150, als der Fahrer eines PKWs den ich gerade überholte, einfach auf die linke Spur ausweicht, um den LKW vor ihm zu überholen. Das ganze mit Tempo 120 und drei Meter vor mir. Ich musste ihn die Eisen steigen und empört hupte ich – damit er mich bemerkt und Gas gibt, um mich nicht in Gefahr zu bringen. Da bremst doch dieser Idiot ab! Und tritt mal eben so richtig ins Pedal. Und das auf der Autobahn und auf der Überholspur.

Ich habe mir die Nummer gemerkt und bin ja sooo kurz davor den Typen anzuzeigen.

Nachdem er dann überholt hatte udn vor dem LKW wieder rechts eingeschwenkt war, trat er auch da nochmal richtig auf die Bremse – warum weiß ich nicht, vielleicht wollte er auch die Reaktionsfähigkeit des LKW Fahrers noch testen.

Die Härte jedoch erlebte ich neulich. Ich fuhr auf der Landstrasse völlig gechillt zum Stall. Vor mir ein Fahrschul-PKW. Dieser verminderte seine Geschwindigkeit, erhöhte sie dann und verminderte sie wieder. Naja, so kam es, dass ich mal etwas näher dran war, den Sicherheitsabstand wieder korrigieren musste und dann wieder etwas dran war. Irgendwann bedeutete mir der Fahrer mit aus dem Fenster herausgestrecktem Arm, und wild wedelnd, ich dürfe, oder solle ihn überholen. Das war aber garnicht möglich. Erstens war da eine durchgezogene Linie in der Mitte der Strasse, ich glaube das heisst „Hier darfst Du nicht überholen“, und zum anderen fuhr vor ihm ein Auto, zu dem er selbst keinen so grossen Abstand hielt, dass ich dort zwischen hineingepasst hätte. Ich hatte es ja auch nicht eilig, und so blieb ich hinter ihm. Das war ein Fehler! Nun verminderte er nicht nur seien Geschwindigkeit, nun begann er abzubremsen und erneut mit seiner Hand zu wedeln, ich solle ihn überholen. Das ging aber noch immer nicht, da ich die vor uns liegende Kurve nicht einsehen konnte. Und dann plötzlich bremst der Typ abrupt ab, und blieb doch mitten auf der Strasse stehen. Ich hinter ihm auch.

MMh- dachte ich, hat der vielleicht ein Problem mit seinem Auto? Ich stieg also aus und ging zu ihm an die Fahrertür.

-Was ist denn los, warum fahren Sie nicht?

– Nee, das ist mir zu gefährlich. Ich fahre solange nicht weiter, bis du überholt hast. Sagt er.

Ich sage: das geht hier nicht, vor der Kurve. Also fahren wir doch einfach weiter.

Er sagt: Nee, das ist mir zu gefährlich, du fährst zu dicht auf.

Ich sage: Das ist auch schwierig den Abstand einzuhalten, wenn sie immer langsamer werden, bremsen, wieder beschleunigen und dann wieder bremsen und  langsamer werden. Fahren Sie doch einfach konstant weiter und bremsen Sie nicht andauernd. Sie sind doch Fahrschullehrer.

Er sagt: Fahrlehrer! Ich bin Fahrlehrer! Und hebt dabei den Zeigefinger in die Luft.Und ich fahre solange nicht weiter und bleibe hier stehen, bis Du überholt hast. Sagt er.

Ich wende mich kopschüttelnd ab, mit dem Mann ist doch nicht zu reden. Ich bin fast an meiner Autotür angekommen, da lehnt er sich aus dem Fenster raus und ruft: Du Fotze!

So, ich gehe wieder zurück und sage zuckersüss: Ach bitte kannst Du wiederholen, was Du gerade gesagt hast?!

Nee, sagt er. Was denn?

Na das Wort, sage ich.

Habe ich doch glatt vergessen, sagt er und grinst.

Tststs, und Du bist ein Fahrschullehrer! sage ich.

Fahrlehrer! ruft er hinterher, als ich zu meinem Auto ging.

Ich reihte mich hinter der Kolonne ein, die unsere Fahrzeuge überholte. Sein Kennzeichen hatte ich, ein Foto hatte ich auch noch gemacht. Die Anzeige habe ich abgesandt – was zu weit geht, geht zu weit. Ich habe das noch nie gemacht, wegen Beleidigung eine Anzeige aufzugeben, aber was zuviel ist, ist irgendwann einfach mal zuviel!

 

 

Geregelte Armut

Da habe ich vorhin einen ARD Beitrag gesehen über Hartz IV Empfänger,die erst ihr Haus und Grundstück als Vermögen veräussern müssen, bevor sie die Leistungen vom Staat erhalten.

Auch wenn sie 15 Makler bestellten, die ihnen bescheinigen, dass das Haus kaum gekauft wird in dem Zustand und es ausserdem in einer Region angesiedelt ist, die unattraktiv ist, nämlich irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern, besteht der Staat darauf und verweigert der Familie die Auszahlung! Solange bis das Haus verkauft ist. Nun möchte man meinen, die Familie könnte ihr Haus ja ganz günstig abgeben oder verschenken, um endlich Hartz IV beziehen zu dürfen. Aber Nein! Dann würde sich das Amt beschweren, dass sie ihr Haus unter Wert veräussert haben, damit das Vermögen gemindert hätten und dann selbst Schuld daran sind und auch dann haben sie auch keinen Anspruch auf Hartz IV. Denn das Vermögen, Ersparnisse, Rentenversicherung etc. muss erst verflüssigt und aufgebraucht werden, bevor man Hartz IV Anspruch hat. Also auch das Haus und Grundstück, Eigentumswohnung. Das alles gehört zum Vermögen. Ich würde das ja verstehen, wenn man diese nicht selbst bewohnt und Mieteinahmen generieren würde, aber hier geht es um das Familienheim, das bewohnt wird. Wer also meint mit einem Haus seinen Altersruhesitz zu haben, sein Espartes und verdientes Geld in die Zukunft zu investieren, der irrt.

Nun wird ja der Nebenschauplatz eröffnet und der Osten als Dunkel Deutschland bezeichnet und Ossis-sind-alles-Nazis als Kuh durchs Dorf getrieben. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern.

Dabei ist es eine Region, die durch Armut gekennzeichnet ist (ausser vielleicht die Tourismus-Hochburgen) mit einem hohen Anteil an Arbeitslosigkeit.

Gibt es dafür Verständnis?! Nein, im Gegenteil! Der humanitäre Imperativ gilt nicht unserer Gesellschaft für unsere Nachbarn, der steigenden Kinderarnut, nicht den Arbeitslosen und nicht den Hartz IV Beziehenden, die hier seit Generationen leben und arbeiteten und damit ein Teil unserer sozialen Gesellschaft sind. Da wird diskutiert wie der Fremdenhass sich in diesen Regionen ausbreitet. Aber ist es denn Fremdenhass oder vielmehr die Empörung und Wut über diese Ungerechtigkeit. Ja die den Fremden die finanzielle Zuwendung neiden. Finde ich jetzt nicht so unverständlich angesichts der Aufwendungen, die der Staat dafür bereitstellt. Wohnungen, Kindergeld, auch für die im Ausland lebenden Kinder, Feier Nachzug für die Familie, zumindest uneingeschränkt bis vor Kurzem, Begrüßungsgeld in der doppelten Höhe eines monatlichen durchschnittlichen Eikommens und so weiter.

Da werden aus dem Topf der Arbeitslosengelder nun Sprachunterricht für Migranten finanziert, aber Hartz IV Berechtigte sollen ihr Heim verkaufen für dass sie gearbeitet haben und welches sie sich aufgebaut haben.

Sahara Wagenknecht hat Recht, wenn sie darauf hinweist, dass wir genügend andere soziale Probleme haben. Unsere Schulen verrotten, die Bildung lässt nach, und so weiter.

Bekannte aus der IT sind arbeitslos geworden und wer meint, sie finden schnell wieder Arbeit irrt. Und das trotz Fachkräftemangel??!! Es gibt Stellen, aber es gibt auch haufenweise Bewerber auf diese Stellen. Es gibt eigentlich zu wenig Stellen. Die Firmen beklagen sich darüber, dass sie keine adäquaten Bewerber haben. Die Ausbildung der Bewerber ist zu schlecht. Wie kann das weil nun unserem Land mit renommierten Universitäten und Fachhochschulen?

Sollten die Migranten die besseren Fachkräfte sein? Wenn das so ist dann sollten wir etwas an unserem Bildungssystem verändern, denn sonst können wir im globalen Wettbewerb nicht bestehen. oder geht es nicht doch nur um billigere Arbeitskräfte?? Diese werden der Bevölkerung sehr viel Geld kosten, und dafür werden Ansprüche auf Krankengeld, Rentengeld, Arbeitslosengeld, sozial Leistungen etc. gekürzt!!
Wie soll man angesichts dieser Aussichten nicht wütend und verzweifelt sein. Das ist Betrug am eigenen Volk was die so genannten Volksvertreter gerade Verwaltung nennen!

Die Medien bemühen sich auch redlich, dies vor der Bevölkerung zu verschleiern, indem sie stets vom wachsenden Fremdenhass sprechen. Denn nur so ist es möglich eine Bevölkerung die gerade entmachtet und enteignet wird, noch ruhig zu halten.

Anstatt mit seinem Nachbarn solidarisch zu sein, wird es gespalten in die Gutmenschen, die nichts zu befürchten haben und den Anderen, die einfach schlecht sind, fremdenfeindlich und arm!!

Der humanitäre Imperativ gilt nicht dem Kind von nebenan, auch nicht den Arbeitslosen und nicht jenen die dann in Hartz IV fallen.

Übrigens demgegenüber stehen dann folgende Überlegungen und Fakten:

Au ha Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus

Ich zitiere den Spiegel:

Die Wahllokale sind geschlossen! Erste Prognosen sagen deutliche Stimmenverluste für SPD und CDU voraus – aber Michael Müller bleibt wahrscheinlich Berlins Regierender Bürgermeister. Im Überblick die ARD-Prognose von 18 Uhr:

  • SPD 23% (2011: 28,3)
  • CDU 18% (23,3)
  • Grüne 16,5% (17,6)
  • Linke 16,5% (11,7)
  • AfD 11,5% ( – )
  • FDP 6,5% (1,8)


Nun, ich freue mich! CDU verliert massiv an Stimmen und die Linken haben zugelegt. Die Grünen haben auch verloren – na Gott sei Dank., aber leider nicht genug!! Meinetwegen können die auch als C-Promis zukünftig im Dschungelcamp mitmachen. Dort scheint mir, sind sie besser aufgehoben. Leider haben sie viel zu wenig Stimmen verloren. 

Es war auch nicht anders zu erwarten, die AfD hat viele Stimmen erhalten. Es sind jedoch weniger als ich erwartet hätte. Ich hätte gedacht, dass sie gleichauf mit den Grünen kommen – aber das hat sich nicht bewahrheitet. Gespannt bin ich nun, aus welchen Lagern und Bezirken sie ihre Stimmen erhalten haben.  

Der Grosse Rechtsruck ist – ach was für eine Überraschung- ausgeblieben.  Ich betrachte die AfD Wähler eh nicht als Rechte. Für mich sind das vor allem Jene die auf Schwarz, rot oder grün keinen Bock mehr haben. Besonders aber auf Schwarz nicht. Daher sind wohl einige lieber zu gelb gewechselt statt blau zu wählen?!

Aber braun statt blau oder schwarz – das kommt eben so gut wie nicht vor. Alles Quatsch mit diesem Geschwätz von den Ultrarechten. 

Mit diesen Zahlen kann die SPD auch alleine regieren mit den Linken regieren, allerdings für die absolute Mehrheit reicht das nicht. Die Grünen jedenfalls brauchen sie nicht. Und ich hoffe, dass die damit endlich auch dahin verschwinden, was Ausdruck ihres politischen Beitrags ist: nämlich Nichts!
Allerdings wird es wohl dann auf Rot-Rot-Grün für die absolute Mehrheit enden.

 

Berlin Wahl 2016

Das könnte sehr überraschend ausgehen. Zwar ist die höchste Wahlbeteiligung bis jetzt in der Hochburg der Grünen und der SPD in Steglitz-Zehlendorf zu verzeichnen, aber den meisten Zuwachs der Wahlbeteiligung in diesem Jahr haben die Bezirke Pankow, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. 

https://twitter.com/SPIEGEL_Politik/status/777507341864361984/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw
Ich bin gespannt auf das Endergebnis. Ich fürchte da hilft auch nicht das Freibier dieser komischen Satiretruppe. Sie hoffte mit ihrer Aktion junge Neuwähler zu mobilisieren und damit dem neuen Rechtsruck, der angeblich von der älteren Generation ausgeht, entgegen zu wirken. Nun die Komiker haben wohl die Statistiken der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern wohl nicht gelesen, der zufolge die AfD ihre Stimmen durch Neuwähler bekam. 

Aber mancher der Neuwähler fand das Bier bestimmt lecker.Egal was er wählte.